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Bauwirtschaft

Das Baugewerbe (Bauhauptgewerbe und Ausbaugewerbe) ist - nach dem Verarbeitenden Gewerbe - der zweitgrößte Teilbereich des Produzierenden Gewerbes in Nordrhein-Westfalen. Der Anteil des Baugewerbes an der gesamten Bruttowertschöpfung in Nordrhein-Westfalen liegt bei ca. 3,9 Prozent, der Anteil an der Bruttowertschöpfung im Produzierenden Gewerbe in Nordrhein-Westfalen liegt bei ca. 14 Prozent.

 

Damit hat das Baugewerbe einen höheren Anteil an der Bruttowertschöpfung im produzierenden Gewerbe als z. B. der Maschinenbau oder der Fahrzeugbau. Das Bauhauptgewerbe, das überwiegend Hoch- und Tiefbauleistungen erbringt, ist klein- und mittelbetrieblich strukturiert. Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten machen mehr als 90 % der Unternehmen des Bauhauptgewerbes aus, Unternehmen mit 100 und mehr Beschäftigten dagegen nur knapp 1 %. Diese Unternehmensgruppe hat allerdings einen Anteil von ca. 23% an der Beschäftigtenzahl und trägt zu über 30% zum Umsatz des Bauhauptgewerbes bei.

 

Das Ausbaugewerbe, das überwiegend den Innenausbau und die technische Ausrüstung von Gebäuden sowie Baumaßnahmen im Gebäudebestand erbringt, hat den höchsten Anteil am Bauvolumen. In Nordrhein-Westfalen entfallen ca. 38 % des Bauvolumens auf das Ausbaugewerbe.

Insbesondere Investitionen im Gebäudebestand zur energetischen Sanierung, zur Verbesserung der Barrierefreiheit und wegen der Veränderung der Haushaltsstrukturen haben die Bedeutung des Ausbaugewerbes in den letzten Jahren erhöht.

 

Das Baugewerbe hat einen tiefgreifenden Strukturwandel hinter sich. Es hat in den letzten Jahren jedoch wieder eine stabilisierende positive Bedeutung für die Konjunktur und den Wirtschaftsstandort entwickelt. Gerade für den Bausektor besteht eine intensive Verflechtung mit anderen Wirtschaftszweigen (mit Güterherstellern und mit Dienstleistungsanbietern). Das Baugewerbe wird auch weiterhin Einfluss auf die wirtschaftliche Lage anderer Wirtschaftszweige haben.

 

Die Produkte des Baugewerbes sind überwiegend noch immer Unikate für viele Sektoren z. B. für Verkehr, Wohnen, Energie, Wasserwirtschaft, Dienstleistungen, Wissenschaft, und Gesundheit.

Zur Vorbereitung auf zukünftige Herausforderungen hat die Bauwirtschaft den schonenden Umgang mit Ressourcen und Energie zum zentralen Element im Lebenszyklus von Bauwerken gemacht.

Im Gebäudebereich sind neben der energetischen Sanierung von Bestandsbauten und dem energieeffizienten Neubau auch der ressourcenschonende Bauprozess und der nachhaltige Gebäudebetrieb Bestandteile des ganzheitlichen Ansatzes.

 

 


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