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Pflege- und Betreuungseinrichtungen

Nach Inkrafttreten des Wohn- und Teilhabegesetzes (WTG) Ende 2008 ist für Pflege- und Betreuungseinrichtungen nach § 11 Abs. 4 WTG die Krankenhausbauverordnung nicht mehr anzuwenden.

Um Planungssicherheit für die Betreiber von Pflege- und Betreuungseinrichtungen einerseits und für die für den Brandschutz zuständigen Behörden andererseits zu schaffen, ist in den Abstimmungen zum Wohn- und Teilhabegesetz vereinbart worden, Brandschutzvorschriften für solche Einrichtungen zu erarbeiten.

In der Richtlinie wird verstärkt auf das Betriebskonzept und die jeweiligen Bedürfnisse der Bewohner eingegangen, wodurch eine hohe Flexibilität gegeben ist. Diese Regelung hat somit eine praxisnahe Bedeutung für die Bewohner in Einrichtungen, z.B. wenn es um ganz konkrete Fragen von Möblierung, Dekoration, Verwendung von Baumaterialien oder Gestaltung der Wände geht. Für die Bewohnerinnen und Bewohner sind es gerade diese Ausstattungsgegenstände, die die Lebensqualität und das Wohngefühl in einer Einrichtung erhöhen, für den Brandschutz können sie aber ein erhöhtes Gefahrenpotenzial bedeuten.

Für die in den Anwendungsbereich der Richtlinie fallenden Gebäude werden mehrere Varianten vorgeschlagen, als Angebot für die Betreiber, eine für sie geeignete Möglichkeit auswählen zu können. Auch weitere, nicht in der Richtlinie aufgeführte Varianten können geeignet sein, um die bauordnungsrechtlich vorgegebenen Schutzziele zu erfüllen.


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