16.04.2019

Bauland entwickeln für Krefeld – Landesregierung und Stadt ziehen an einem Strang

Bau

16,1 Millionen Euro – 17,8 Hektar: Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, und Oberbürgermeister Frank Meyer unterzeichneten am heutigen Tage zwei Zielvereinbarungen über die Entwicklung der „Plankerheide“ und von „Fischeln-Süd“.

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt ausgewählte Kommunen durch das Angebot der Kooperativen Baulandentwicklung bei der Mobilisierung und Entwicklung von Wohnbaugrundstücken. Ziel und Voraussetzung der Maßnahmen ist es, auf den mobilisierten Baugrundstücken vielfältige und qualitativ ansprechende Quartiere mit einem Anteil von mindestens 30 Prozent gefördertem Wohnungsbau zu realisieren.

Ministerin Ina Scharrenbach: „Wir haben Krefeld ausgewählt, weil die Stadt die besten Voraussetzungen mitbringt. Gemeinsames Ziel: Wohnbaulandentwicklung für Krefeld. Dabei kann die Stadt auf die Unterstützung der Landesregierung zählen. Mit der heutigen Unterzeichnung haben wir die Stadt Krefeld in das Landesprojekt „Kooperative Baulandentwicklung“ aufgenommen. Die Entwicklungsgebiete„Plankerheide“ und „Fischeln-Süd“ sind durch mehrere ÖPNV-Haltepunkte bereits heute angebunden. Somit kann die Siedlungs- mit der Mobilitätsentwicklung gemeinsam sinnvoll in die Zukunft gedacht werden. Ich bedanke mich ausdrücklich bei dem Rat der Stadt Krefeld, dass er den Weg für diese Entwicklung frei gemacht hat.

Oberbürgermeister Frank Meyer: „Die Wohnungsnachfrage in Krefeld wächst. Das ist positiv, weil es zeigt, wie beliebt unsere Stadt auch als Wohnstandort ist. Dafür müssen in allen Nachfragebereichen angemessene Wohnungsangebote zur Verfügung stehen. Neben Innenverdichtungsmaßnahmen und Revitalisierungen ermöglicht die Stadt daher auch an ausgewählten Stellen Neu-Erschließungen. Die beiden Entwicklungsflächen Fischeln Süd-West mit rund 165 Wohneinheiten sowie Fischeln-Plankerheide mit circa 600 Wohneinheiten werden hoch-attraktive Wohnlagen werden. Mit den vorgesehenen 30 Prozent der Bruttogeschossfläche für geförderten Wohnraum werden wir die beiden Gebiete für verschiedene Einkommensbereiche verfügbar machen und zusammen mit anderen Maßnahmen einseitige Wohnräume vermeiden. Ich freue mich daher, dass wir die Unterstützung des Landes NRW über NRW.URBAN bei der Entwicklung der Flächen gewinnen konnten. Hier ziehen Land und Kommune an einem Strang. Damit stehen uns zusätzliche Ressourcen zur Verfügung, die uns helfen werden, die Flächen rasch und gleichzeitig qualitativ hochwertig zu entwickeln. Mit der Entwicklung von Fischeln Süd-West im ersten Abschnitt als zeitgemäße Interpretation des Bauhaus-Gedankens wird außerdem auch dem qualitativen Anspruch an das Baugebiet in besonderer Weise Rechnung getragen; ganz im Sinne einer städtebaulichen Verbindung von Tradition und Zukunft.“

Auf der Grundlage der Zielvereinbarung wird die Entwicklungsgesellschaft NRW.URBAN die Stadt Krefeld bei der Entwicklung der Entwicklungsgebiete treuhänderisch unterstützen. Die landeseigene Gesellschaft übernimmt in Abstimmung mit der Stadt nicht nur den Ankauf von benötigten Flächen, sämtliche Planungsleistungen und die Projektkoordinierung, sondern auch den Bau der Erschließung und die spätere Vermarktung der Grundstücke. Das Land Nordrhein-Westfalen stellt der Stadt für den arbeitsintensiven Prozess der kommunalen Baulandentwicklung damit umfangreiche Unterstützungsleistungen zur Verfügung.