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Psychisch belastete Geflüchtete

Krankenhausdatenbank Nordrhein-Westfalen

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Landesgesundheitsbericht

Landesgesundheitsbericht

Nordrhein-Westfalen ist ein weltoffenes Land und verfügt über positive Erfahrungen in der Integration von zugewanderten Menschen. Seit 2015 sind mehr als 300.000 schutzsuchende Menschen nach Nordrhein-Westfalen gekommen. Auch wenn die Anzahl der neu ankommenden geflüchteten Menschen geringer geworden ist, werden in den nächsten Jahren weitere Menschen nach Deutschland und damit auch nach Nordrhein-Westfalen kommen. Vor diesem Hintergrund steht das Land nicht nur vor der Herausforderung, sich früh auf die Ankunft und Aufnahme von geflüchteten Menschen einzustellen, sondern auch langfristig deren Integration zu fördern.


Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter hat sich in den vergangenen Jahren intensiv dafür eingesetzt, gesicherte und dauerhafte Finanzierungsmöglichkeiten für flüchtlingspolitische Maßnahmen zu eröffnen. Nordrhein-Westfalen hat als erstes Flächenland die elektronische Gesundheitskarte für Flüchtlinge als Angebot für die Kommunen eingeführt.


Die Gesundheitsversorgung und die Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Menschen in Pflege- und Gesundheitsberufe waren die zentralen Themen der 25. Landesgesundheitskonferenz (LGK) im Jahr 2016. Die LGK-Entschließung „Ankommen in NRW: Flüchtlinge im Gesundheitswesen“ markiert den Anfang einer Weiterentwicklung in der gesundheitlichen Versorgung von geflüchteten Menschen.

Informationen zur Gesundheitskarte für geflüchtete Menschen

Entschließung der 25. Landesgesundheitskonferenz „Ankommen in NRW: Flüchtlinge im Gesundheitswesen“

 

 

Psychisch belastete Menschen mit Migrationsgeschichte

Nach den Herausforderungen der zeitnahen Unterbringung und des medizinischen Screenings bei der Erstuntersuchung rückt die gesundheitliche Versorgung von psychisch belasteten geflüchteten Menschen stärker ins Blickfeld.

Das MGEPA setzt sich hierbei für ein Stufenmodell zur psychosozialen, psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung von geflüchteten Menschen ein. Auf der ersten Stufe geht es um die Sensibilisierung und das Erkennen von Problemlagen und psychischen Auffälligkeiten. Auf der zweiten Stufe erfolgen die Akuthilfe, Krisenintervention und Stabilisierung. Liegt hingegen eine akute Behandlungsbedürftigkeit vor, erfolgen Vermittlung und Versorgung in den psychiatrisch-psychotherapeutischen Regelstrukturen.

 

 

Projekte, Maßnahmen und Initiativen


Förderkonzept der Emanzipationsabteilung „Schutz und Hilfe für traumatisierte Flüchtlingsfrauen“: Das Konzept zielt darauf ab, passgenaue Hilfen für diese besonders vulnerable Personengruppe zu schaffen. Ein Modul bietet für traumatisierte geflüchtete Frauen seit Mitte 2015 eine niedrigschwellige Therapie- bzw. Krisenhilfe mit bis zu zehn Sitzungen inklusive Sprachmittlung. Das Förderkonzept läuft bis zum 31. August 2017.

Zum Förderkonzept "Schutz und Hilfe für traumatisierte Flüchtlingsfrauen"


Akutpsychotherapeutische Maßnahmen für geflüchtete traumatisierte Kinder und Jugendliche sowie Männer: Ziel dieser Maßnahme ist die Erweiterung der Zielgruppe für therapeutische Krisenhilfe (oben dargestelltes Modul des Förderkonzepts) auf Kinder, Jugendliche und Männer. Die Maßnahmen laufen bis zum 31. August 2017.

 

Förderprogramm „Psychosoziale Beratung und Unterstützung von psychisch belasteten Geflüchteten“: Mit dem Förderprogramm werden Projekte zur niedrigschwelligen Begleitung und psychosozialen Betreuung von psychisch belasteten Flüchtlingsfamilien sowie geflüchteten Minderjährigen und Männern unterstützt. Ein vergleichbares Angebot für Frauen besteht im Rahmen des oben dargestellten Förderkonzepts der Emanzipationsabteilung.


Modellprojekt zur Unterstützung von traumabelasteten Flüchtlingen durch geschulte Laienhelferinnen und -helfer: Geeignete Personen mit Zuwanderungsgeschichte werden als Laienhelferinnen und -helfer für stabilisierende Maßnahmen wie niedrigschwellige Aufklärung und Psychoedukation in der Herkunftssprache geschult. Das Psychosoziale Zentrum Düsseldorf führt gemeinsam mit dem Institut für Qualität im Gesundheitswesen der Ärztekammer Nordrhein (IQN) Schulungen für insgesamt 20 Laienhelferinnen und -helfer durch. Seit Dezember 2016 sind die Laienhelferinnen und -helfer in Einrichtungen in Düsseldorf aktiv. Das Modellprojekt läuft noch bis zum 30.09.2017.

Zum Laienhelfer-Projekt


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