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Opferhilfe erfordert Vernetzung

Förderung örtlicher/regionaler Kooperationen gegen Gewalt an Frauen im Jahr 2017


Gewaltopfern kann schneller und effektiver geholfen werden, wenn vor Ort alle bestehenden Hilfeangebote gut miteinander vernetzt sind.

Um die vielen Aspekte der Gewalt gegen Frauen zu erfassen und ineinander greifende Hilfekonzepte für die Opfer zu entwickeln, bedarf es einer interdisziplinären intensiven Kooperation aller beteiligten Stellen. Gleichstellungsbeauftragte, Polizei, Frauenberatungsstellen, Frauenhäuser, Jugendämter, Justiz sowie der Gesundheitsbereich müssen wirkungsvoll zusammenarbeiten.

Wie schon in den letzten Jahren unterstützt das Ministerium die Arbeit der Runden Tische, Arbeitskreise und Kooperationen gegen Gewalt an Frauen bei ihrer Professionalisierung und beim Aufbau von Vernetzungsstrukturen. Etwa 1.300 Vernetzungsprojekte mit einem Fördervolumen von 2,7 Mio. Euro konnten auf diese Weise bereits realisiert werden.

2017 werden überwiegend Maßnahmen zum Thema „Sexualisierte Gewalt“ gefördert, da eine erhöhte Sensibilität zu den Themen sexualisierte Gewalt und Sicherheit im öffentlichen Raum festzustellen ist. Um dem erhöhten Bedarf zu entsprechen, hat die Landesregierung zusätzliche Mittel für die Förderung von Selbstbehauptungs-/Selbstverteidigungskursen vorgesehen. Im Rahmen der örtlichen/regionalen Kooperationen können damit zusätzlich zu den bisher möglichen Projekten auch Selbstbehauptungs-/Selbstverteidigungskurse für Mädchen und Frauen gefördert werden.

  

Die Bandbreite der Fördermaßnahmen ist vielfältig. So können u.a. Mittel für Maßnahmen der Qualifizierung und Moderation sowie für Öffentlichkeitsarbeit und für Veranstaltungen zu verschiedenen Themenbereichen der Gewalt zur Verfügung gestellt werden. Neben der Verbesserung der Zusammenarbeit und der Vermittlung allgemeiner Informationen dient die Vernetzungsförderung auch der Sensibilisierung für bestimmte Opfergruppen.

Damit die Förderung möglichst frühzeitig beginnen kann, wird bereits jetzt, vorbehaltlich der entsprechenden Haushaltsverabschiedung durch den Landtag, die Fördermöglichkeit bekannt gemacht.

  

Weiterführende Informationen

Fördergrundsätze 2017

Antragsformular 2017


MGEPA im Überblick


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