03.06.2020

Ministerin Scharrenbach: Bauland entwickeln für Meerbusch – Landesregierung und Stadt ziehen an einem Strang

Bau

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung teilt mit:

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, und die Meerbuscher Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage haben heute eine Zielvereinbarung zur Baulandentwicklung „Kamper Weg“ in Meerbusch unterzeichnet. Auf einer Fläche von rund 37 Hektar sollen zukünftig 690 neue Wohnungen entstehen.

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen unterstützt ausgewählte Kommunen im Rahmen der Landesinitiative „Bau.Land.Leben“. bei der Mobilisierung und Entwicklung von Wohnbaugrundstücken. Ziel und Voraussetzung der Maßnahmen ist es, auf den Baugrundstücken vielfältige Wohnviertel zu realisieren, die mindestens 30 Prozent geförderten Wohnungsbau umfassen. In den vergangenen Jahren ist eine Vielzahl an öffentlich geförderten Wohnungen in Meerbusch aus der Miet- und Belegungsbindungen gefallen. Deshalb soll die Initiative jetzt neuen Wohnraum ermöglichen.

Ministerin Ina Scharrenbach: „Wir haben Meerbusch ausgewählt, weil die Stadt die besten Voraussetzungen mitbringt, um nachhaltig dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Die Verfügbarkeit von Grundstücken ist ein wesentlicher Faktor, um mehr Wohnraum verwirklichen zu können: Ohne bezahlbares Bauland kein bezahlbarer Wohnungsbau und erst recht keine bezahlbaren Mieten. Mit Unterzeichnung der Zielvereinbarung wird die Stadt Meerbusch in das Landesprogramm aufgenommen.“

Das Entwicklungsgebiet “Kamper Weg“ liegt im östlichen Teil von Meerbusch-Osterath und ist rund einen Kilomenter vom Stadteilzentrum entfernt. Über die K-Bahn (U 76) in Richtung Krefeld und Düsseldorf ist das Plangebiet verkehrstechnisch sehr gut an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden. Zwei Haltestellen befinden sich in fußläufiger Entfernung zum Plangebiet und verbinden das Gebiet nicht nur mit Krefeld und Düsseldorf, sondern auch mit dem schienengebundenen Personennahverkehr.

Ministerin Ina Scharrenbach ergänzt daher: „Die Siedlungs- mit der Mobilitätsentwicklung im Zusammenspiel, öffnen für Meerbusch die Tore in die Zukunft. Ich bedanke mich ausdrücklich bei dem Rat der Stadt Meerbusch, dass er den Weg für diese Entwicklung freigemacht hat.“

Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage: „Die Meerbuscher Bevölkerung wächst seit Jahren um fast ein Prozent jedes Jahr, was beweist, wie attraktiv Meerbusch als Wohnstandort ist. Vor allem jene, die eine Familie gründen wollen, suchen hier dringend einen Platz zum Wohnen und Leben. Folglich hat Meerbusch einen sehr geringen Leerstand an Wohnungen. Denn Meerbusch gehört zum Ballungsgebiet Düsseldorfs - davon profitieren wir. Wir sind aber auch gefordert – neben einer Innenverdichtung der Stadtteile - genügend Neu-Erschließungen von Baugebieten vorzunehmen. In dem neuen Wohnbaugebiet streben wir als Stadt daher eine Mischung verschiedener Bauformen und -dichten sowie Wohnungstypen an, die einer breiter Bevölkerungsschicht aus verschiedenen Einkommensbereichen dienen soll. Das neue Wohngebiet wird viel öffentliches Grün haben. Die Menschen werden sich sehr rasch zu Hause fühlen.“

Auf der Grundlage der Zielvereinbarung wird die Entwicklungsgesellschaft NRW.UBAN die Stadt Meerbusch bei der Entwicklung des Entwicklungsgebietes treuhänderisch unterstützen. Die landeseigene Gesellschaft übernimmt in Abstimmung mit der Stadt nicht nur den Ankauf von benötigten Flächen, sämtliche Planungsleistungen und die Projektkoordinierung, sondern auch den Bau der Erschließung und die spätere Vermarktung der Grundstücke. Das Land Nordrhein-Westfalen stellt mit seinem Förderinstrument „Bau.Land.Leben“ der Stadt für den arbeitsintensiven Prozess der kommunalen Baulandentwicklung damit umfangreiche Unterstützungsleistungen zur Verfügung.

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