11.05.2022

Ministerin Scharrenbach: Damit es in Bochum-Höntrop in Zukunft wieder heißt: Bühne frei! Landesregierung Nordrhein-Westfalen unterstützt dringliche Sanierung der Waldbühne mit 1,8 Millionen Euro

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung teilt mit:

Mit einer Förderung von rund 1,8 Millionen Euro unterstützt die Landesregierung Nordrhein-Westfalen die dringliche Sanierung und Erneuerung der Waldbühne Bochum-Höntrop. Von den veranschlagten Kosten von insgesamt 2,8 Millionen Euro wird eine Million Euro über den Haushalt der Stadt Bochum als Eigenanteil finanziert. Die Waldbühne Bochum-Höntrop zählt zu den letzten drei existierenden Waldbühnen in Nordrhein-Westfalen. Aufgrund sicherheitsrelevanter Mängel war die historische Bühnenfläche aus dem Jahr 1929 bis zuletzt in ihrem Bestand akut gefährdet.

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Damit es in Bochum-Höntrop in Zukunft wieder heißt ‚Bühne frei‘ fördert die Landesregierung Nordrhein-Westfalen die dringliche Sanierung der Waldbühne mit 1,8 Millionen Euro. Durch unzählige Veranstaltungen für Jung und Alt – wie die traditionellen Märchenspiele, Martinsspiele und Fronleichnamsmessen – ist die Waldbühne ein Ort mit Geschichte und vielmehr Geschichten. Nach der Erneuerung kann das Areal auch eine neue städtebauliche Strahlkraft entwickeln. Das Engagement von Land und Stadt trägt dazu bei, dass die Waldbühne als Spielort erhalten bleiben kann. Für Kinder – für Familien – für alle.“

Thomas Eiskirch, Oberbürgermeister der Stadt Bochum: „Die Waldbühne kennt in Bochum jedes Kind und viele Familien haben die traditionellen Märchenspiele oder andere Aufführungen besucht. Deshalb ist es eine tolle Nachricht, dass Land und Stadt sie gemeinsam wieder nutzbar machen und finanzielle Unterstützung leisten. Nach der dringend notwendigen Sanierung wird die Waldbühne wieder zu einem Schmuckstück in der Natur und Anziehungspunkt für die ganze Familie.“

Anfang des Jahres machte sich die Ministerin bei einem Besuch selbst ein Bild vom Zustand der Anlage und ließ sich von Verantwortlichen informieren. Mängel unter anderem in der Statik des Bühnendachs, bei der Trinkwasserversorgung, der Elektrik und der Sicherheit der Tribünenstufen hatten dazu geführt, dass der Betrieb der Waldbühne im November 2019 eingestellt werden musste.

Um die Neueröffnung durch die Stadt Bochum und den Kolping-Waldbühnenverein e.V. als Betreiber zu ermöglichen, sind jetzt umfassende Sanierungsmaßnahmen und Erneuerungen geplant. Diese betreffen unter anderem: eine neue Tribünen- und Treppenanlage mit Sitzbänken für künftig rund 600 Zuschauer, Sanitäranlagen und Wasserversorgung, Lagercontainer sowie Stromanschlüsse und Veranstaltungstechnik. Auch neue Pflasterflächen sind erforderlich und einkalkuliert – zum Beispiel für Fluchtwege und den barrierefreien Zugang zur Anlage sowie um die Anlieferung durch Fahrzeuge zu erleichtern.

 

Hintergrund:

  • Die Waldbühne Bochum-Höntrop wurde 1929 als Bühnenfläche mit halbkreisförmig ansteigenden Sitztribünen (rund 1.000 Plätze) errichtet und in der Folge durch kleinere bauliche Anlagen ergänzt. Dazu zählen unter anderem Teilüberdachung, Requisitenschuppen, Sanitäranlage und Kiosk.
  • Seit den 1950er Jahren ist die Waldbühne Aufführungsort der traditionellen Märchenspiele und wird für weitere Veranstaltungen genutzt (Martinsspiel, Fronleichnamsmesse, etc.). Ihr Betrieb erfolgte zuletzt ehrenamtlich durch den Kolping-Waldbühnenverein e.V.