Inhaltsbereich

Bericht Heimat-Tour Tag 6

Heimat-Tour von Ministerin Ina Scharrenbach

NRW Heimat

Tag 6
31. August 2017

Die 6. Heimattour in diesem Jahr war auch die letzte Station von Ministerin Ina Scharrenbach auf ihrer Tour quer durch Nordrhein-Westfalen. Ihr weg führte diesmal ins Ruhrgebiet.

  
Heimatministerin in Oberhausen

Der erste Termin führte die Ministerin nach Oberhausen. Begrüßt wurde sie dort von Oberbürgermeister Daniel Schranz, RVR-Beigeordnete für Umwelt Nina Frense und weiteren Vertreterinnen und Vertretern der Stadt sowie Organisationen und Institutionen.  

Erste Station der Ministerin war das Haus Ripshorst. Hier werden Besucherinnen und Besucher umfassend über den Emscher Landschaftspark informiert. Anlässlich des Kulturhauptstadt-Jahres 2010 hat der Regionalverband Ruhr das Informationszentrum erneuert. Rund 65.000 Besucher finden den Weg jährlich dorthin. Der Emscher Landschaftspark ist ein regionales Kooperationsprojekt, das seinesgleichen sucht.  Zwischen Duisburg und Hamm, quer durch das Ruhrgebiet, wurde ein zusammenhängendes Park-System geschaffen. Der Park ist rund 450 Quadratkilometer groß. Der RVR hat die Trägerschaft für den Emscher Landschaftspark übernommen und plant, entwickelt und baut gemeinsam mit den Partnerstädten den Regionalpark weiter. Entstanden sind vielfältige Heimatpunkte, die Erlebnis, Erholung und Spaß für Bewohner und Besucher bietet: Familienrallye und Expeditionen im Grünen, Sportangebote in den Parkanlagen oder Fahrradtouren zwischen Gasometer und Hüttenwerk. 

„Der eingeschlagene Weg, die ehemaligen Produktionsstätten neu zu beleben und als wichtigen Teil der Heimat für die Bevölkerung zu sichern, sollte im Ruhrgebiet fortgesetzt werden. Aus meiner Sicht ist es wichtig, als wesentlicher Bestandteil der Heimat im Ruhrgebiet, unsere Tradition zu bewahren und diese nach vorne zu entwickeln. Das Ruhrgebiet hat alle Chancen“, bekräftigt Ministerin Scharrenbach: „Mit der Verlängerung des Trägerschaftsvertrages um weitere zehn Jahre wird die Landesregierung ihrer Verantwortung gerecht und setzt sich für den Erhalt der Industriekultur ein. Ebenso soll der Emscher Landschaftspark nach wie vor das Landschaftsbild des Ballungsraums nachhaltig prägen. Die Zukunft der Revierparks hängt insbesondere davon ab, inwieweit die Vorstellungen in integrierte Konzepte zur städtebaulichen Quartiersentwicklung münden. Als Ministerium werden wir uns damit intensiv auseinandersetzen.“

Im Rahmen ihres ersten Termins im Haus Ripshorst sprach Ministerin Ina Scharrenbach auch mit dem Bürger- und Verkehrsverein Essen-Dellwig/Gerschede 1910 e.V. Der gemeinnützige und ehrenamtliche Verein ist in vielfältigen Bereichen der Heimatpflege tätig u.a. Denkmalschutz, Heimatkunde oder Brauchtumspflege. Die Mitglieder setzen sich für die Entwicklung ihres Stadtteils ein, haben ein offenes Ohr für Neuhinzugezogene und helfen bei der Integration. Solche Vereine stärken Heimat in Nordrhein-Westfalen!

 Bilder der Heimat Tour Bilder der Heimat Tour

  

Heimatministerin in Essen

Bei ihrem zweiten Termin machte Ina Scharrenbach halt in der Zeche Zollverein in Essen. In Beisein der Ministerin unterzeichneten dort Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien, und Josef Tumbrinck, Landesvorsitzender NABU NRW, einen Vertrag, der die erfolgreiche fünfjährige Kooperation verlängert. RAG Montan Immobilien und der Landesverband Nordrhein Westfalen e.V. (NABU NRW) des Naturschutzbundes Deutschland arbeiten damit weiter gemeinsam daran, eine für Mensch und Umwelt nachhaltige Folgenutzung für bergbaulich geprägte Flächen zu schaffen. Zu den neuen Zielen der Kooperation gehören beispielsweise die gemeinsame Gestaltung des Wandels als Folge der Post-Bergbau-Ära oder die Entwicklung und Realisierung von gemeinsamen Projekten.

„Die Zusammenabriet zwischen RAG Montan Immobilien und NABU NRW ist eine Erfolgsgeschichte, die heute um ein Kapitel erweitert wird. Die Kooperation zwischen beiden Partnern ist ein Best-Practice-Beispiel dafür, wie traditionsreiche Heimat mit neuem Leben gefüllt werden kann. RAG Montan Immobilien und NABU NRW verwandeln durch ihr Engagement ehemals bergbaulich genutzte Flächen in neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen und machen Natur für Bürgerinnen und Bürger zugänglich. Ich wünsche mir, dass diese Erfolgsgeschichte noch lange Zeit fortgeschrieben wird. Das Projekt der RAG und des NABU ist ein gutes Bespiel dafür, wie die lebenswerte Stadt positiv gestärkt werden kann. Daran will das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung mit dem neuen Programm ´Zukunft Stadtgrün´ anschließen. Hierfür stellen wir als Land gemeinsam mit dem Bund 27,65 Millionen Euro zur Verfügung. Anträge für das Programm können Städte, Gemeinden und Kreise noch bis zum 06. Oktober 2017 bei den Bezirksregierungen eingereicht werden“, sagt Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Bilder der Heimat Tour Bilder der Heimat Tour

  
Heimatministerin in Dortmund

Als nächste Station der 6. Heimat-Tour stand die Besichtigung der Kokerei Hansa in Dortmund an. Dort wurde Ministerin Scharrenbach von Oberbürgermeister Ullrich Sierau und weiteren Vertreterinnen und Vertreter der Stadt empfangen. 

Die Kokerei Hansa bietet als begehbare Großskulptur faszinierende Einblicke in die Geschichte der Schwerindustrie des vergangenen Jahrhunderts. Von den benachbarten Zechen bezog sie die Steinkohle und lieferte den daraus produzierten Koks und das Kokereigas an Dortmunder Hüttenwerke. Heute kann die stillgelegte Kokerei Hansa besichtigt werden. Der Weg führt hoch hinaus auf den "Kohlenturm mit Panoramablick" und zum Herzstück der Kokerei, den Ofenbatterien. Der besondere Reiz des Industriedenkmals besteht in dem Miteinander von Architektur, Technik und Natur. Im Rahmen der Trägerschaft des RVR für diese beiden regionalen Projekte und dem Trägerschaftsvertrag mit dem Land Nordrhein-Westfalen wird auch der Standort der Kokerei Hansa mit seinen einzigartigen Gebäuden und dem Parkgelände dauerhaft und in besonderer Qualität erhalten.

Bei ihrem Besuch in Dortmund informierte sich Ministerin Ina Scharrenbach zudem über die Planungen für die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 in der Metropole Ruhr.

Als nächste Station besuchte Ministerin Ina Scharrenbach das Hochofenwerk PHOENIX West, das heute ein eindrucksvolles Industriedenkmal ist sowie den PHOENIX See. Der Phoenix-See ist ein künstlich angelegter See auf dem ehemaligen Stahlwerksareal Phoenix-Ost im Dortmunder Stadtteil Hörde. Der PHOENIX See ist eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Deutschlands. Auf der Fläche eines ehemaligen Stahlwerkes der ThyssenKrupp AG entstand nach 160 Jahren Stahlwerksgeschichte ein neues Naherholungsgebiet, umrahmt von attraktiven Baugrundstücken.

Bilder der Heimat Tour  Bilder der Heimat Tour

 

Zurück zu Tag 1 der Heimat-Tour am 26. Juli 2017

    

Zum Download der Fotos

  

Fotohinweis: © Land NRW 2017 /F. Götz


MGEPA im Überblick


© MHKBG Nordrhein-Westfalen