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Iserlohner Kreisanzeiger (IKZ) - 06.09.2014

Erschienen im Iserlohner Kreisanzeiger (IKZ) am 06.09.2014
Für eine Gesellschaft mit mehr Miteinander

 

Welche Frage sollte sich jeder, der in der Politik / Wirtschaft arbeitet, zumindest einmal stellen?

Vor jeder Entscheidung sollte man sich zumindest einmal kurz fragen, was diese Entscheidung mit einem selbst machen würde, wenn man auf der „anderen Seite“ säße; also versuchen, sich in die Lage derer zu versetzen, die die Konsequenzen der Entscheidung tragen müssen -  und sich auf diese Frage eine ehrliche Antwort geben. 

 

Haben Sie ein Lebensmotto und wie lautet es?

Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen – von Don Bosco.

 

Was wären Sie außer dem, was Sie heute sind, gern geworden?

Aus heutiger Sicht: nichts.

 

Womit haben Sie ihr erstes Geld verdient?

Während meiner Schulzeit in den Sommerferien mit einem Job  in Köln im Labor von 4711, dem Hersteller des weltberühmten Parfüms und zahlreicher Kosmetikprodukte.

 

Aus welchem Fehler in Ihrem Leben haben Sie am meisten gelernt?

Den einen großen lehrreichen Fehler gibt es nicht. Grundsätzlich versuche ich, aus jedem Fehler zu lernen.

 

Was möchten Sie im Leben noch erreichen?

Dass das Pflege- und Gesundheitssystem insgesamt noch menschlicher wird und die

Pflege- und Gesundheitsstrukturen so weiterentwickelt werden, dass die geburtenstarken Jahrgänge auch im hohen Alter gut versorgt sind – dazu möchte ich gerne einen entscheidenden Beitrag leisten.

 

Wie bauen Sie Stress ab?

Das Hauptziel ist, Stress möglichst gar nicht entstehen zu lassen. Mein Rezept dafür ist eine gute Organisation mit einer vorausschauenden Planung, die immer auch mögliche Stresspotentiale mit im Blick hat. Ein einfaches Beispiel: Würde ich morgens schon beim ersten Termin mit Verspätung erscheinen, wäre damit – da ich meist viele Termine habe – schon Stress für den gesamten Tag vorprogrammiert. Genug Zeit einzuplanen, ist mir daher ganz wichtig. Und wenn dann doch einmal eine extreme Belastung aufkommt, dann helfen mir Meditationen, Yoga, oder zuhause auch zu kochen oder etwas Handwerkliches zu machen. Dabei kann ich gut entspannen.

 

Wie beschreiben Sie Ihren überwiegenden Gemütszustand?

Positiv und gut gelaunt.

 

Wer inspiriert Sie und wen würden Sie gerne einmal treffen?

Mein Partner, meine Kinder, aber oft auch Menschen, die ich bei meinen Terminen treffe. Häufig sind es auch Betroffene, die mir durch ihre Lebensgeschichte den Blick erweitern und neue Wege aufzeigen. Treffen möchte ich gerne noch all‘ die Menschen, die vergleichbare Ziele haben, um gemeinsam Veränderungen voran zu treiben.

 

Auf welche Eigenschaften bei anderen Menschen legen Sie besonderen Wert?

Authentizität, Verlässlichkeit und Offenheit.

 

Bleibt noch Zeit für Hobbys?

Nicht viel, aber auch kleine Zeitfensterchen tun gut.

 

Woraus schöpfen Sie Ihre Überzeugung und Kraft?

Aus dem großen Wunsch nach einer Gesellschaft, in der wir nicht alle und alles an der Leistungsfähigkeit, an einem „Höher-Schneller-Weiter“ orientieren. In der es mehr soziales Miteinander gibt. Und dafür müssen wir alle etwas ändern. In unseren Köpfen, aber auch an den politischen Rahmenbedingungen. Für uns und für unsere Kinder.


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