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Pressemitteilung

20.01.2019 | Heimat: Ministerin Scharrenbach: Heimat-Zeugnis geht nach Arnsberg – Kloster Wedinghausen erhält 360.000 Euro

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung teilt mit:


Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen hat heute (20. Januar 2019) bei ihrem Besuch der Ausgrabungsstätte im ehemaligen Arnsberger Kloster Wedinghausen einen Förderbescheid in Höhe von 360.000 Euro überreicht. Mit den Geldern aus dem Programm „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. – Wir fördern, was Menschen verbindet.“ des Ministeriums sollen herausragende Ausgrabungsergebnisse gesichert werden. Im Zuge von Sanierungsarbeiten im Ostflügel des ehemaligen Klosters entdeckten Archäologen bei Grabungen eine mittelalterliche Steinkammer-Warmluftheizung und eine Grafengrablege. Die Befunde sollen auf Dauer für Besucherinnen und Besucher sichtbar gemacht werden. Erforderlich sind hierfür archäologische Konservierungs- und Sicherungsmaßnahmen. Empfänger der Landesmittel ist der Freundeskreis historischer Sakralbauten Arnsberg e.V. Sie hatten einen Antrag zur Förderung durch das Instrument „Heimat-Zeugnis“ gestellt.
 
Ministerin Scharrenbach: „Das Kloster Wedinghausen ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil der regionalen Kulturgeschichte, sondern auch ein bedeutender Ort für das europäische Kulturerbe. Die Klosteranlage hat durch die neuerlichen archäologischen Befunde eine weitere erhebliche Aufwertung erhalten. Die Förderung soll dazu beitragen, dass diese Besonderheiten für künftige Generationen erlebbar gemacht werden. Sie sind ein wichtiges Zeugnis für die Geschichte des ehemaligen Klosters, der Stadt Arnsberg und unseres Landes. Die herausragende Arbeit zum Erhalt und Weiterentwicklung dieses historischen Ortes wollen wir gerne unterstützen.“

 

Hintergrund:
  • Die entdeckte mittelalterliche Steinkammer-Warmluftheizung ist für die westfälische Archäologie von großer Bedeutung. Sie wurde bereits im 13. Jahrhundert wieder aufgegeben, was ihren für Mitteleuropa einzigartigen Erhaltungsgrad erklärt. In Westfalen konnten bislang erst zwei solcher Anlagen sicher nachgewiesen werden. Zum einen im Bereich des ehemaligen Klosters Corvey, das mittlerweile den Status eines Weltkulturerbes erlangt hat und nun im Arnsberger Kloster Wedinghausen.
  • Die zweite bei den Grabungsarbeiten aufgetauchte spektakuläre archäologische Entdeckung ist die im Kapitelsaal in der Grablege der Grafen von Arnsberg entdeckte figürliche Kreuzigungsdarstellung nach flandrischem Vorbild aus der Zeit um 1320. Von derart aufwändig bemalten Kammern sind in Europa nur sehr wenige Beispiele bekannt.

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