Prima. Klima. Wohnen.
©MHKBG NRW 2020

Prima. Klima. Wohnen. - Der Klimapakt "Wohnen" für Nordrhein-Westfalen

Gemeinsam verstärkt für den Klimaschutz eintreten und CO2-Emissionen beim Bauen und Wohnen reduzieren.

Unter dem Motto „Prima. Klima. Wohnen.“ haben die Landesregierung und ein breites Bündnis aus Fachverbänden und Institutionen vereinbart, gemeinsam einen verstärkten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und CO2-Emissionen beim Bauen, Wohnen und der Stadtentwicklung zu reduzieren. Für Wohnviertel und Stadtquartiere in Nordrhein-Westfalen sollen sich durch die vereinbarte Kooperation neue und noch weitere Chancen für eine nachhaltige Entwicklung ergeben.

Der Klimapakt „Prima. Klima. Wohnen" ist Auftrag und Verpflichtung zugleich: Mit dem Klimapakt „Wohnen“ setzt Nordrhein-Westfalen als einwohnerreichstes Bundesland ein klares Signal und tritt mit neuer Energie gemeinsam mit Institutionen, Verbänden und Organisationen für energetisch sauberes, nachhaltiges Bauen und Wohnen in Nordrhein-Westfalen ein. Seit Beginn des Jahres 2020 ist das Bundes-Klimaschutzgesetz in Kraft, steuerliche Anreize für die energetische Erneuerung von Wohnungsbeständen haben Bund und Länder gemeinsam gesetzt.

Zugleich ist es Nordrhein-Westfalen in den letzten zwei Jahren gelungen, über eine verbesserte Modernisierungsförderung im Rahmen der öffentlichen Wohnraumförderung des Landes die Themen Energieeffizienz und Bezahlbarkeit des Wohnens in Einklang zu bringen. Sicher, sauber und bezahlbar – das ist das Verständnis der Wohn- und Stadtentwicklungspolitik der Landesregierung für die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen.

 

Gezielte Maßnahmen, um CO2-Emissionen zu reduzieren 

Die Kooperationspartnerinnen und –partner des Klimapakts verständigten sich darauf, verstärkte Anstrengungen bei der Modernisierung von Wohnungsbeständen zu unternehmen und gleichzeitig die soziale Ausgewogenheit bei der Bezahlbarkeit von Wohnraum zu ermöglichen. Zu den zu verfolgenden Maßnahmen gehören unter anderem eine noch stärkere Orientierung der öffentlichen Wohnraumförderung an einen sparsamen Ressourceneinsatz, eine verstärkte und kooperierende Beratungs- und Öffentlichkeitsarbeit, Vorbildwirkung und Bewusstseinsbildung, die Erarbeitung eines Modellansatzes für das „grüne Quartier“ und der Aufbau einer landesweiten Datenbank zur Bilanzierung von Energieverbrauchsdaten und der CO2-Emissionen.

 

Breites Bündnis für den Klimapakt "Wohnen" 

Für die Landesregierung haben den Klimapakt Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, und Ursula Heinen-Esser, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, unterschrieben. Zu den Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern zählen folgende Fachverbände und Institutionen: Handwerk.NRW, Haus & Grund Rheinland Westfalen, Haus & Grund Nordrhein-Westfalen, Verband für die Wohnungswirtschaft Rheinland-Westfalen (VdW), Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V., Bauverbände Nordrhein-Westfalen e.V., BFW Nordrhein-Westfalen – Verband der mittelständischen Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen e.V..

Weitere Informationen:

Leitfaden Prima. Klima. Wohnen. Praxisorientierte Umsetzungshilfe

Der Leitfaden wendet sich als praxisorientierte Umsetzungshilfe an kommunale Fachleute aus Stadtentwicklung und -planung, Sanierungsmanagement, Architektur und Energieberatung sowie Umwelt und Klimaschutz, die Prozesse der energetischen Quartiersentwicklung starten und umsetzen möchten. Darüber hinaus richtet er sich auch an Akteure aus Unternehmen der Energie- und Wohnungswirtschaft. Die zentrale Frage lautet: Wie lassen sich Prozesse und Projekte der integrierten Quartiersentwicklung und energetischen Modernisierung seitens der Kommune effizient initiieren und umsetzen, und wie gelingt es, die Bewohner der Quartiere zu aktivem Handeln und Mitmachen zu bewegen?

Die Arbeitshilfe bietet Werkzeuge, Checklisten, Querverweise und ausgewählte Best-Practice-Beispiele. Sie gliedert den Prozess der integrierten Quartiersentwicklung in acht miteinander vernetzte Arbeitsschritte – vom Start über die Auswahl geeigneter Quartiere, die Konzeptentwicklung und Akteursbeteiligung bis hin zur Finanzierung, Umsetzung und Kommunikation erfolgreicher Sanierungs- und Modernisierungsprojekte.

Der Schwerpunkt der Arbeitshilfe liegt dabei nicht auf den technischen und baukonstruktiven Möglichkeiten der energetischen Gebäudesanierung. Vielmehr geht es um integrierte Prozessabläufe für die Zusammenarbeit zwischen kommunalen, bürgerschaftlichen und privatwirtschaftlichen Akteuren sowie um zielgruppengerechte Ansprachestrategien für die Macher vor Ort.