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Baukultur

Baukultur

Unverwechselbare Heimat: Stadtbaukultur,  Industriekultur und Gartenkunst in Nordrhein-Westfalen

Was macht eine Stadt lebenswert? Warum fühlen wir uns durch bestimmte Orte in unseren Städten inspiriert, von anderen dagegen nicht angesprochen? Welche Plätze, Parks und Quartiere finden wir schön, welche interessant? Wie sehen die Städte und Nachbarschaften aus, in denen wir in Zukunft leben wollen?

Die soziale und ökonomische Zukunft unserer Städte wird entscheidend davon abhängen, ob es ihnen gelingt, eigenständige Profile und unverwechselbare Identitäten durch die Gestaltung der gebauten Umwelt zu schaffen: Gebäude und Ensembles, Plätze und Straßen, Parks und Gärten spiegeln den Charakter einer Stadt oder einer Gemeinde wider und lassen erkennen, was dort produziert und wie in ihr gelebt wird. vVor allem aber, ob sich die Menschen dort Zuhause fühlen.

Für die Qualität unserer Städte und Gemeinden bedarf es nicht nur gestalterischer Highlights. Eine große Rolle spielen auch die Funktionsmischungen in Innenstädten, Dorfkernen und Nachbarschaften. Die Mischung verschiedenster Nutzungen ermöglicht Stabilität, Lebendigkeit, aber auch die Sicherheit von Gebäuden, Plätzen und öffentlichen Grünräumen. Nähme man die Cafés, die Obsthändler, die Boutiquen u.a. an den Rändern unserer Plätze weg, blieben nur leere, große Orte zurück. Vielerorts geht es angesichts demografischer Entwicklungen um Umnutzung und Umbau von Gebäudestrukturen, z.B. Kirchen oder Kaufhäusern. Die Beteiligung vieler, insbesondere der Bürgerinnen und Bürger vor Ort, schafft die Qualität und Lebensqualität, die letztlich Heimat bieten kann.

Mit unserer gebauten Umwelt verantwortungsvoll umzugehen, die Bautradition zu bewahren und weiter zu entwickeln, das historische Erbe zu erhalten, den Gebäudebestand sensibel zu erneuern  und neue, innovative Wege für eine gute bauliche Zukunft zu beschreiten, Grünräume der Stadt neu zu entdecken, ihre Qualität weiter zu entwickeln und ihre Erhaltung zu garantieren, heißt Baukultur zu leben. Baukultur beschreibt in diesem Sinne sämtliche Elemente der gebauten Umwelt sowie die Herstellung und den Umgang mit ihnen.

Der Einsatz für Baukultur umfasst in Nordrhein-Westfalen den Dreiklang aus Stadtbaukultur, Industriekultur sowie Gartenkunst und Landschaftskultur.

Mit der Landesinitiative StadtBauKultur NRW 2020, ihrer Geschäftsstelle StadtBauKultur NRW und ihrem Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW (M:AI) ist Nordrhein‐Westfalen Vorreiter in der Diskussion über die Bedeutung von Baukultur.

Unter dem Netzwerk Industriekultur NRW vereinen sich über 300 bürgerschaftlich getragene (Förder-)Vereine und Initiativen, die sich für die Erhaltung des technik- und industriegeschichtlichen Erbes einsetzen.

 Die regionalen Routen der Gartenkultur bilden einen wichtigen Beitrag zur kulturhistorischen Erschließung des gartenkulturellen Erbes in Nordrhein-Westfalen.

Weiterführende Informationen

StadtBauKultur NRW

Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW (M:AI)

Baukunstführer NRW

Bundesstiftung Baukultur

Industriekultur NRW

Gartenlandschaft OWL

Gärten und Parks in Westfalen

Das Münsterland - Die Gärten und Parks


MGEPA im Überblick


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