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Stadtentwicklungspolitik

Grundlagen der Stadtentwicklungspolitik

Nordrhein-Westfalen ist ein urbanisiertes Land - 80 Prozent der Menschen hier leben in Städten. Es ist daher von zentraler Bedeutung für die Entwicklung des ganzen Landes, wie es (in) den Städten geht.

Die Stadtentwicklung beschränkt sich immer weniger auf die baulich-räumliche Dimension, sondern greift in die ökonomische, soziale, bildungspolitische, kulturelle oder ökologische Sphäre über. Integrierte Stadtentwicklung, die Kooperation vieler Akteure, die räumliche Bündelung von Maßnahmen und die Zusammenführung verschiedener finanzieller Quellen werden immer wichtiger.

  

Städte als Motoren der Entwicklung - Leipzig Charta

Integrierte Stadtentwicklung ist der zentrale strategische und ressortübergreifende Ansatz nordrhein-westfälischer Städtepolitik und Voraussetzung für die Städtebauförderung. Nordrhein-Westfalen orientiert sich am Leitbild der "Leipzig Charta". Die Leipzig Charta wurde unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft 2007 entwickelt und schreibt nunmehr in den 27 Staaten der Europäischen Union die Grundsätze einer zukunftsfähigen Stadtentwicklungsstrategie fest. Die Leipzig Charta fordert starke Städte als Motoren der Entwicklung, der Wissenschaft, Bildung und Kreativität. Sie betont damit den kulturellen Wert der Europäischen Stadt und ihre Rolle als Innovationsmotor. Die Leipzig Charta fordert aber auch, Disparitäten auszugleichen, Integration zu ermöglichen und wirtschaftliche, lokal-ökonomische, bauliche und soziale Verbesserungen in Städten und Quartieren zu erreichen. Stadtentwicklung muss alle mitnehmen.

  

Langfristige Strategien für verlässliche Planung

Die Zukunft der Städte ist ein öffentliches und gesellschaftlich relevantes Thema. Bund, Länder und Kommunen haben sich auf eine "Nationale Stadtentwicklungspolitik" verständigt. Stadtentwicklung kann nur gelingen, wenn es eine umfassende Bestandsaufnahme, eine planerische und politische Strategie für die Gesamtstadt und einen gesamtstädtischen Verständigungsprozess gibt. In vielen Städten wird derzeit zum Beispiel mit städtebaulichen Masterplänen, die öffentlich breit diskutiert werden, auf diese Erkenntnis reagiert. Eine langfristig angelegte Stadtentwicklungsstrategie signalisiert Verlässlichkeit und Qualität.

  

Forschungsschwerpunkte

Im Rahmen der Ressortforschung können in einem begrenzten Umfang externe Wissenschaftler, Planungs- oder Koordinierungsbüros mit Studien, Exposees, Veröffentlichungen und Veranstaltungsmanagement beauftragt werden oder laufende, unterstützenswerte Forschungen mitfinanziert werden. Voraussetzung für die Beauftragung ist eine begrenzte Ausschreibung. In den Jahren 2010 bis 2017wurden Forschungsaufträge u.a. in folgenden Themenfeldern vergeben:

  • Integrierte Handlungskonzepte in der Stadtentwicklung
  • Urbanes Grün in der Integrierten Stadtentwicklung
  • Integrierte Stadt- und Mobilitätsentwicklung
  • Nutzungsmischung und soziale Vielfalt im Stadtquartier
  • Urbane Produktion und Arbeitsorte in der funktionsgemischten Stadt
  • Stadtquartiere am Wasser. Potenziale der Stadtentwicklung und des Wohnens
  • Schule und Bildung im Quartier

 

Grundlagen der Stadtentwicklungspolitik

Leipziger Charta

Papenburger Erklärung

Nationale Stadtentwicklungspolitik

 

Publikationen Ressortforschung

Stadtentwicklungsbericht 2015/2016

Stadtentwicklungsbericht 2013

Stadtentwicklungsbericht 2011

Stadtentwicklungsbericht 2008

Dokumentation Vorbildliche Arbeitsorte in der Stadt 2016

Broschüre Klimaschutz in der Stadtentwicklung

Bericht Neues Wohnen in der Innenstadt

Bericht Kreative Ökonomie und kreative Räume

Gelingende Integration im Quartier - Gutachten

Forschungsgutachten „Resiliente Stadt – Zukunftsstadt“

DIfU-Gutachten "Nutzungsmischung und soziale Vielfalt im Stadtquartier – Bestandsaufnahme, Beispiele, Steuerungsbedarf", 2015

Mischen impossible? Soziale Vielfalt, Nutzungsvielfalt - Wege zu urbanen Stadtquartieren. Tagungsdokumentation. 2015

Broschüre "Urbanes Grün - Konzepte und Instrumente" 2014

Forschungsbericht "Urbanes Grün in der Stadt" 2012


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