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Aktuelle Meldung

20.11.2018 | Bau: Jugendliche bewahrten antikes Bauwerk vor der Zerstörung

Ministerin Scharrenbach und Auszubildende des rheinischen Handwerks

Auszubildende des rheinischen Handwerks haben Teile der römischen Wasserleitung nach Köln restauriert, eines der wichtigsten archäologischen Denkmäler im Rheinland, und diese so vor der Zerstörung bewahrt. Notwendig wurde die Rettungsaktion, weil in Hürth bei Köln das antike Monument auf 55 Metern Länge der Neuführung der Bundesstraße 265 weichen musste.

Ina Scharrenbach, die für Denkmalschutz und Archäologie zuständige Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, nahm sich nun die Zeit, um sich bei den beteiligten Institutionen und natürlich auch bei den „Azubis“ für die erfolgreiche Bergung und Restaurierung der Stücke zu bedanken: „Offenbar wussten auch schon die Römer das Wasser aus der Eifel sehr zu schätzen: Mit ihrem Einsatz haben die jungen Männer ein besonderes Stück Heimat für uns erhalten. Dafür möchte ich im Namen des Landes herzlich Danke sagen. Der Fund zeigt uns einmal mehr, wie hochentwickelt die römische Ingenieurskunst gewesen ist“, so die Ministerin, die bei einer der Wanderungen im Rahmen ihrer „Heimat-Tour 2018“ den Römerkanal im Kreis Euskirchen bereits kennengelernt hatte.

Der 95 Kilometer lange, aus Beton und Mauerwerk bestehende „Römerkanal“ hatte 190 Jahre lang die römische Provinzhauptstadt täglich mit bis zu 20 Millionen Liter frischem Eifelwasser versorgt. Er ist das bedeutendste technische Bauwerk der Antike nördlich der Alpen. Das für den Schutz der archäologischen Denkmäler zuständige LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland bestand deshalb auf dem Erhalt dieses Zeugnisses der antiken Ingenieurskunst.


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