Symbolfoto Digitales Bauen
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Digitales Bauen

Die Landesregierung will digitales Bauen vorantreiben. Denn Digital trifft immer noch zu oft auf Analog: Das soll sich in Zukunft ändern.

Bau

Bauportal für Nordrhein-Westfalen

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen hat das Bauportal.NRW entwickelt. Auf der Internetseite www.bauportal.nrw können Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Architektinnen und Architekten sowie Ingenieurinnen und Ingenieure ab sofort zielgruppengerecht alle Informationen rund um das Baugenehmigungsverfahren und verwandte Verwaltungsleistungen finden.

Zu oft trifft digital noch auf analog. Dies verlangsamt oftmals den gesamten Bauprozess. Wohnen ist elementarer Bestandteil der Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger. Deshalb verbessert die Landesregierungen die Rahmenbedingungen für das Bauen. Das digitale Baugenehmigungsverfahren ist ein wichtiger Bestandteil davon.

 

Umfassender Service 

Das Bauportal.NRW bietet Service, der kontinuierlich ausgebaut wird. Auf dem Portal finden sich Informationen über den Ablauf eines Baugenehmigungsverfahrens, die Zuständigkeiten sowie einschlägige Begrifflichkeiten, Rechtsvorschriften sowie alle wichtigen Erlasse, Hinweise, Empfehlungen und Merkblätter der obersten Bauaufsichtsbehörde ebenso wie alle amtlichen Formulare und Vordrucke. Darüber hinaus bietet das Portal grundlegende Informationen zur Bauleitplanung und verlinkt zu den online verfügbaren Bauleitplänen der Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen.

 

Bauanträge digital übermitteln 

In der 2. Jahreshälfte 2020 wird das Bauportal um einen Antrags- und Dokumentenassistenten ergänzt. Der Antragsassistent startet zunächst mit dem einfachen Baugenehmigungsverfahren nach Paragraph 64 der Landesbauordnung Nordrhein-Westfalen 2018. Weitere Antragsverfahren werden im Laufe des Jahres 2020 entwickelt und zur Nutzung freigegeben. Mithilfe des Assistenten können Bauanträge und weitere Unterlagen komplett digital an die zuständige Bauaufsichtsbehörde übermittelt werden, wenn sich diese an das Bauportal angeschlossen hat. Die Kommunen entscheiden entsprechend ihrer Möglichkeiten, ob und wie sie für Ihren Zuständigkeitsbereich eine Antragsstellung über das Bauportal.NRW ermöglichen werden.

In einer ersten Projektphase hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung zusammen mit sechs Kommunen im Juni 2018 das Modellprojekt „Digitales Baugenehmigungsverfahren in Nordrhein-Westfalen“ gestartet. Ziel des Projekts: Die insgesamt 212 unteren Bauaufsichtsbehörden in Nordrhein-Westfalen bei der Ausarbeitung von Maßnahmen zur Digitalisierung des Baugenehmigungsverfahrens zu unterstützen und einen Standardprozess zu erarbeiten. Ein wichtiges Ergebnis des Projekts ist nun die Initiierung des Bauportals.

Die Landesregierung fördert digitales Bauen

Über kürzere Planungs- und Bauzeiten, bis hin zur schnelleren Realisierung: Die Digitalisierung birgt für Bauprojekte ein hohes Potential. Auch im Gebäudebestand hilft digitales Bauen dabei, Prozesse zu optimieren, transparenter zu gestalten und damit letztlich Kosten zu senken. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung will die Digitalisierung zielgerichtet vorantreiben und verantwortlich mitgestalten.

Mein Ministerium wird [...] die Städte und Gemeinden bei dem Auf- und Ausbau zeitgemäßer Systeme zur Einreichung von Bauanträgen in digitaler Form unterstützen. Denn: Zu oft trifft digital auf analog. Dies verlangsamt oftmals den gesamten Bauprozess. Deshalb gilt: Wir brauchen die Beschleunigung vom Start bis zum Ziel.
Ministerin Ina Scharrenbach zur Düsseldorfer Erklärung

Beim Hoch- und Tiefbau trägt die Digitalisierung zur Produktivitätssteigerung der Planungs- und Baubranche aber auch zur Steigerung der Nachhaltigkeit des Bauens und Bewirtschaftens von Immobilien bei. Für den Baubereich kommt dabei dem Building Information Modeling (BIM) eine zentrale Rolle zu.

Daneben können durch Digitalisierung auch Verwaltungsprozesse via Digitale Baugenehmigungen beschleunigt sowie Daten zur Digitalen Baukostenplanung zentral auf Landesebene gesammelt und zur Verfügung gestellt werden.

Initiativen zur Digitalisierung des Bauens

Initiative: BIM – Competence Center (BIM-CC)
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BIM ist eine ganzheitliche Methode des Planens, Bauens und Betreibens u.a. von Bauwerken. Sie zeichnet sich durch umfassende digitale Vernetzung aller für Planung, Realisierung und Betrieb relevanter Bauwerksdaten und der Zusammenführung von Fachmodellen unterschiedlicher Fachdisziplinen in einem gemeinsamen virtuellen Bauwerksdatenmodell aus. Die Verzahnung der digitalen Modelle und die effiziente Nutzung der entstandenen Informationen unterstützen Prozesse rund um die Projektabwicklung, erhöhen deren Transparenz für alle Projektbeteiligten und fördern zudem die fachübergreifende Kommunikation (BIManagement).

Definition:
„Building Information Modeling bezeichnet eine kooperative Arbeitsmethodik, mit der auf der Grundlage digitaler Modelle eines Bauwerks die für seinen Lebenszyklus relevanten Informationen und Daten konsistent erfasst, verwaltet und in einer transparenten Kommunikation zwischen den Beteiligten ausgetauscht oder für die weitere Bearbeitung übergeben werden.“ (Zitat Stufenplan Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur)

Daneben werden alle am Bau Beteiligten über BIM digital vernetzt. So wird eine umfassende, weitsichtige und integrierte Arbeitsweise ermöglicht.

Im Rahmen von Bauabläufen helfen planungsbegleitende Simulationen dabei, Kosten und Termine realistischer zu bewerten und mögliche Fehlplanungen noch vor der Umsetzung zu beseitigen. Beim Einsatz im Gebäudebestand kann ein digitales Gebäudemodell auf der Basis eines bereits vorhandenen Gebäudes erstellt werden. Mit diesen Daten ist es möglich, die Gebäudebewirtschaftung aber auch Modernisierungen und Instandsetzungen digital durchzuführen. BIM hilft, Klarheit über Umbau- oder Modernisierungskosten und die dafür notwendige Zeit zu schaffen.

 

BIM CC Logo

BIM-Competence-Center (BIM-CC)

Bei der Einführung des Building Information Modeling (BIM) nimmt Nordrhein-Westfalen eine Vorreiterrolle ein. Als erstes Bundesland hat Nordrhein-Westfalen die Einführung der BIM-Methode in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart. Hierfür wurde im MHKBG das BIM-Competence-Center (BIM-CC) eingerichtet, um als neutraler Unterstützer den inhaltlichen Dialog im Land Nordrhein-Westfalen zwischen allen Beteiligten zu befördern und als Impulsgeber und Koordinator zu wirken.

Der Wissens- und Informationstransfer sowie die Vernetzung aller wesentlichen Akteure sind für die BIM-Implementierung in Nordrhein-Westfalen von zentraler Bedeutung. Im gemeinsamen Dialog und regelmäßigen Austausch mit Expertinnen und Experten aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft werden die im Land vorhandenen Kompetenzen vernetzt, das Wissen zusammengeführt und ein wissenschaftlich gestützter Diskurs über die Gestaltung der digitalen Transformation im Baubereich geführt.

 

BIM Innovationspreis

Innovationen im Bauwesen sind mehr als die reine Umsetzung der BIM-Methodik. Sie können auf BIM Modelle aufbauen und erweitern diese über den aktuellen Stand der Technik sowie Entwicklung hinaus. Sie schaffen neue Geschäftsmodelle im Bauwesen. Innovationen im Bauwesen können hochgradig disruptiv sein. Dieses bedeutet, dass sie die Eigenschaft haben, gewohnte Prozesse und Vorgänge umzugestalten und zu ersetzen, aber auch neue Werte zu erschaffen. Es ist wichtig, Innovationen im Land anzuerkennen und zu behalten.

Der Innovationspreis soll dieses unterstützen und eine Plattform schaffen, um Innovationen aus NRW in die Öffentlichkeit zu transportieren. Weitere Informationen werden an dieser Stelle veröffentlicht.

 

Unterstützung von Forschungsvorhaben

Um das digitale Bauen voranzutreiben, unterstützt das Ministerium das Forschungsprojekt „Living Lab Gebäudeperformance“ der Bergischen Universität Wuppertal mit rund 500.000 Euro. Die Mittel werden durch den europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ergänzt. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, durch Informationsvernetzung und Überprüfung von Gebäudequalitäten einen effektiven und nachhaltigen Gebäudebetrieb zu erreichen. Ausgelegt ist das Projekt für drei Jahre. Die Forschungsarbeit der Bergischen Universität basiert zu einem großen Teil auf der Anwendung von BIM.

 

Planung und Genehmigung eines Unternehmenssitzes auf digitalem Wege

Der bevorstehende Neubau des Unternehmenssitzes der Louis Opländer Heizungs- und Klimatechnik GmbH in Dortmund wird auf einer zukunftsweisenden Vorgeschichte beruhen: Gegenwärtig erfolgt die Planung auf Basis der modernen Methode des Building Information Modeling (BIM) in Form von digitalen Bauwerksmodellen. Daran schließt sich die digitale Einreichung und Bearbeitung des Bauantrages auf Basis von BIM-Modellen durch die Baugenehmigungsbehörde bei der Stadt Dortmund an. Diese Vorgehensweise bei der gesamten Planung und Genehmigung in durchgängig digitaler Form ohne Papier soll in einigen Jahren generell Standard sein. Der in dieser Weise geplante Bau kann daher als Referenzobjekt aus verschiedenen Perspektiven dienen. Es ist beabsichtigt, das Objekt bis zum Ende des 1. Quartals 2022 fertiggestellt sein wird.

Vereinbarung geschlossen

Die Beteiligten, das sind der Bauherr Jan Opländer und die Stadt Dortmund sowie begleitend der Lehrstuhl für Informatik im Bauwesen an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen (MHKBG), haben dazu eine Vereinbarung geschlossen. Diese soll dazu beitragen, dass die Realisierung des Projektes in Planung und Genehmigung in digitaler Form ein Erfolg wird und die daraus gewonnenen Erfahrungen einen Beitrag zur Durchsetzung des hier beschrittenen zukunftsweisenden Weges sein werden. Außerdem sind in den Prozess das Büro Drahtler Architekten sowie die Bauunternehmung Freundlieb, beide aus Dortmund, eingebunden.

Der Bauherr Jan Opländer ist von diesem digitalen Weg überzeugt. Dazu sagt er: „Um den weiter steigenden Anforderungen an optimierte Bauprozesse und den damit verbundenen notwendigen Kostenoptimierungen gerecht zu werden, müssen alle Register gezogen werden. Die Planung mit der Methode BIM und der digitale Bauantrag stellen hierbei eine unverzichtbare Rolle dar“.

Stadtrat Ludger Wilde, verantwortlicher Beigeordneter für die Baugenehmigungsbehörde bei der Stadt Dortmund: „Es freut mich sehr, dass Dortmund eine von sechs Modellkommunen beim Projekt Digitalisierung des Baugenehmigungsverfahrens in Nordrhein-Westfalen ist. Wir nutzen damit die Chancen der Digitalisierung und sind auf einem guten Weg zu einer digitalen Bauaufsichtsbehörde.“

Prof. Dr.-Ing. Markus König von der RUB weiß, dass die Methode BIM mehr und mehr den Prozess des Bauens und Betreibens durchdringt und nicht mehr aufzuhalten sein wird: „Wir haben die Nutzung von BIM-Modellen für einen digitalen Bauantrag im Rahmen eines Forschungsprojektes schon einmal evaluiert. Sowohl die involvierten Architekten bzw. Architektinnen als auch die genehmigenden Stellen haben uns positive Rückmeldungen hinsichtlich Transparenz und einer einfacheren Prüfung gegeben. Wichtig ist natürlich, dass die Anforderungen an die BIM-Modelle möglichst einheitlich sind und es klare Regeln gibt. Hierzu haben wir zusammen mit unseren Partnern an einer Modellierungsrichtlinie gearbeitet, die nun auch in diesem Projekt noch einmal im Detail geprüft wird. Das Thema muss nicht nur in Nordrhein-Westfalen vorangebracht werden, daher stehen wir auch in engen Kontakt zu anderen Kommunen, Städten und Ländern sowie dem Bund."

Etablierung von BIM

Dr. Jan Heinisch, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Das Land Nordrhein-Westfalen arbeitet mit Hochdruck an der Verbreitung und Etablierung von BIM und treibt die Digitalisierung des Baugenehmigungsverfahren mit landesseitig entwickelten technischen Lösungen voran. Genau an dieser Schnittstelle bewegt sich dieses Vorhaben, das wir daher gerne und aktiv begleiten.“

Tina und Marius Drahtler als planende Architekten haben bereits umfangreiche Erfahrungen mit der Planungsmethode BIM: „Seit Bürogründung vor über 20 Jahren ist es unser Anspruch, eine hochwertige Architektur auch im digitalen Planungsprozess umzusetzen. Mit viel Energie aller Projektbeteiligen ist es das Ziel, aus der Methode BIM den größtmöglichen Umfang an Plan- und Datenableitungen zu erreichen. Diese Arbeitsweise ermöglicht neben der Zeitersparnis größere Planungssicherheit und eine Vielzahl von Wettbewerbsvorteilen für die Zukunft.“

Das Bauunternehmen Freundlieb wird den Bau des Unternehmenssitzes umsetzen. Der Immobiliendienstleister hat bereits maßgebliche Schritte zur Umstellung des Unternehmens auf digitale Prozesse bewältigt, so Maria Freundlieb:„ Als die nächste Generation in unserem Familienunternehmen ist es mir persönlich sehr wichtig, dass Freundlieb an neuen Entwicklungen nicht nur teilnimmt, sondern diese auch aktiv mitgestaltet. Deswegen steht es für uns auch außer Frage, dass BIM, aber auch die damit einhergehende Digitalisierung für die gesamte Baubranche das zukunftsweisende Thema ist“. Schließlich soll über die Erfahrungen und Erkenntnisse aus diesem Vorhaben eine Abschlussdokumentation erstellt werden.

Initiative: BIM – Einführung bei Kommunen unterstützen

Digitalkonferenz im Ministerium

Das Land Nordrhein-Westfalen hat sich zum Ziel gesetzt, die bundesweite Vorreiterrolle bei der Einführung der Methode Building Information Modeling (BIM) einzunehmen. Die Unterstützung der Städte, Gemeinden und Kreisen des Landes spielt dabei ebenso wie die Vernetzung von Akteuren aus Verwaltung, Wissenschaft und Hochschulen eine zentrale Rolle.

Zur Unterstützung dessen und zur Vernetzung aller Akteure, fand auf Einladung von Frau Bauministerin Ina Scharrenbach im Juli 2019 eine Digitalkonferenz im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung statt – ein Arbeitstreffen mit intensivem Austausch zur Planung einer effektiven Umsetzung der digitalen Verfahren beim Bauen in Nordrhein-Westfalen. Im Mittelpunkt des Wissens- und Informationsaustausches standen drei Workshops. Darin wurden unter anderem der BIM-Referenzprozess sowie die Möglichkeiten zur Aus-, Fort- und Weiterbildung im Bereich BIM thematisiert. Auch die Auswirkungen von Digitalisierung und Robotik auf die Planungs- und Baukultur im Land wurde von den Teilnehmenden hinterfragt und mit Blick auf die Verantwortung staatlichen Handelns diskutiert. Von den Expertinnen und Experten wurde unter anderem empfohlen, abgestimmte Handlungsempfehlungen für kommunale und öffentlich geprägte Bauherren und Bewirtschafter, sowie konzeptionelle Grundlagen für einen Qualifizierungsleitfaden in Nordrhein-Westfalen zu entwickeln.

Erstellung einer BIM-Handlungsempfehlung für den kommunalen Bauherrn und Gebäudebewirtschafter in Nordrhein-Westfalen

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung Nordrhein-Westfalen fördert die Entwicklung einer BIM-Handlungsempfehlung für die nordrhein-westfälischen Kommunen. Damit soll diese Zielgruppe grundlegende Informationen erhalten, um künftig BIM-basierte Projekte schneller und einfacher umsetzen zu können.

Als größte Hebelwirkung bei der BIM-Implementierung wird mittel- bis langfristig die Umsetzung von BIM-(Pilot-)Projekten gesehen. Gegenwärtig wird die Methode BIM bei noch wenigen öffentlichen Bauherren implementiert. Bestehende Informationen und Beispielprojekte beachten nur selten und unzureichend die spezifischen Bedürfnisse öffentlicher Bauherren und Gebäudebewirtschafter. In dessen Folge fällt es vielen kommunalen Vertreterinnen und Vertretern schwer BIM-Pilotprojekte aufzusetzen. Mit einer BIM-Handlungsempfehlung möchte das im MHKBG gegründete BIM-Competence-Center (BIM-CC) den Informationsbedarf zur Einführung und Umsetzung der Methode BIM für den öffentlichen, insb. kommunalen Hochbau in Nordrhein-Westfalen zusammenfassend darstellen und die Anwendung der Methode BIM vorantreiben. In diesem Zusammenhang führte das BIM-CC im Juli 2019 sowie in den folgenden Monaten mehrere Workshops mit öffentlichen Bauherren in NRW durch, um grundlegende Startinformationen zum Aufsetzen eines BIM-Projektes zu identifizieren. Die Bergische Universität Wuppertal begleitete das BIM-CC und führte die Workshops gemeinsam mit der RWTH Aachen und der DEUBIM GmbH durch.

Die BIM-Handlungsempfehlung soll als zentrales Dokument zur Einführung und Umsetzung der Methode BIM für kommunale Bauherren und Gebäudebewirtschafter in NRW konzipiert werden. Sie soll ein gemeinsames Verständnis zur Anwendung, eine strukturierte Vorgehensweise und einen Überblick zum gegenwärtigen Entwicklungsstand in der Deutschen Wissenschaft und Praxis darstellen. Ebenfalls soll die BIM-Handlungsempfehlung die konkreten Erwartungen, daraus resultierende Zielsetzungen unter Berücksichtigung der grundlegenden Faktoren Prozesse, Mensch, Technik und Standards beschreiben.

Um die BIM-Handlungsempfehlung bestmöglich auf die Bedürfnisse der Zielgruppe auszurichten, beginnt das Vorhaben mit der Analyse des Status Quo bei den nordrhein-westfälischen Kommunen. Hierbei sollen sowohl Kommunen mit als auch ohne BIM-Erfahrungen eingebunden werden. Alle nordrhein-westfälischen Kommunen sind herzlich dazu eingeladen, sich an diesem Prozess zu beteiligen und so frühzeitig bei der Entstehung der BIM-Handlungsempfehlung mitzuwirken.

Mit der Entwicklung der BIM-Handlungsempfehlung wurde die Bergische Universität Wuppertal beauftragt.

Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an:

Bergische Universität Wuppertal

Ansprechpartnerin:

  • PD Dr.-habil. Anica Meins-Becker
    a.meins-becker [at] uni-wuppertal.de

Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung Nordrhein-Westfalen, BIM-CC

Ansprechpartnerin:

  • Dipl.-Ing. Architektin Margo Mlotzek

BIM-Qualifizierungsleitfaden für kommunale und öffentliche Bauherren in Nordrhein-Westfalen

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung Nordrhein-Westfalen fördert die BIM-Qualifizierung in den nordrhein-westfälischen Kommunen durch einen Qualifizierungsleitfaden.  Dies soll die Durchführung von BIM-Projekten in Nordrhein-Westfalen erleichtern. 

Mit der digitalen Entwicklung unterliegen zahllose Lebens- und Arbeitsbereiche einem Wandel. Diese Änderungen beeinflussen auch die Wertschöpfungsketten im Bauwesen. Die Verfahrensweisen rund um Planung, Bau und Betrieb baulicher Anlagen ändern sich. Die Methode Building Information Modeling (BIM) ermöglicht eine Verknüpfung digitaler Gebäudemodelle mit zahlreichen weiteren Dimensionen: Termine, Kosten und betriebliche Aspekte gewinnen im Planungsprozess an Bedeutung. Bau und Betrieb werden bereits im frühen Planungsstadium virtuell erlebbar. Fehler werden bereits im Vorfeld vermieden, Zeiträume werden verkürzt und Kosten eingespart. Es ist eine deutliche Steigerung der Qualität zu erwarten. Den Kommunen in Nordrhein-Westfalen als Bauherren und Betreiber bieten sich mit dem Einsatz neuer Methoden große Chance. Gleichzeitig bestehen jedoch auch Unsicherheiten: Was verbirgt sich hinter der BIM-Methode? Stehen Aufwand und Nutzen in einem angemessenen Verhältnis zueinander? Wie können die neuen Methoden rechtssicher eingesetzt werden? Welche technische Lösung eignet sich für eine zielgerichtete Anwendung von BIM in ihren Projekten? Und vor allem: Welchen Anforderungen stehen kommunale Mitarbeiter gegenüber?

Um einen weiteren Schritt in das digitale Bauzeitalter zu gehen und um die nordrhein-westfälischen Kommunen bei dieser wichtigen Aufgabe zu unterstützen, hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung die Erstellung einer Handreichung für kommunale und öffentliche Bauherren, den BIM-Qualifizierungsleitfaden Nordrhein-Westfalen, in Auftrag gegeben. Mit der Entwicklung des Qualifizierungsleitfadens wurde die Kommunal Agentur NRW beauftragt.

Ziel des Qualifizierungsleitfadens ist es, kommunale Verwaltungen, kommunale Betriebe und andere kommunal geprägte Institutionen in die Lage zu versetzen, ihren individuellen BIM-Qualifizierungsbedarf systematisch feststellen und daraus selbstständig notwendige BIM-Schulungsmöglichkeiten ableiten zu können.

Um den BIM-Qualifizierungsleitfaden Nordrhein-Westfalen bestmöglich auf die Bedürfnisse der Kommunen auszurichten, beginnt das Vorhaben mit einer Erfassung des Qualifizierungsgrads unterschiedlicher Kommunen. Hierbei sollen sowohl Kommunen mit als auch ohne BIM-Erfahrungen eingebunden werden.

Alle Kommunen Nordrhein-Westfalens sind herzlich dazu eingeladen, sich an diesem Prozess zu beteiligen und so frühzeitig bei der Entstehung des Leitfadens mitzuwirken.

Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an:

Kommunal Agentur NRW

Ansprechpartner:

  • Jan Echterhoff, Echterhoff [at] KommunalAgentur.NRW
  • Weitere Projektbeteiligte: DICONOMY, MAXIA.Services
  • Wissenschaftliche Begleitung: Universität Duisburg-Essen, Hochschule Ruhr West

Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung Nordrhein-Westfalen, BIM-CC

Ansprechpartner:

  • M. Sc. Arnim Spengler
  • Dr.-Ing. Niklas Alsen
Initiative: Digitale Baugenehmigungen
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Wie komplex ist das Bauvorhaben? Wie ist die personelle Ausstattung im Bauamt? Wie schnell legen die weiteren Beteiligten relevante Dokumente vor? Es hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab, wie zügig eine Baugenehmigung erteilt werden kann. Dieses Verfahren mit Hilfe von Digitalisierung zu beschleunigen, ist ein wichtiger Baustein für ein "Klima für Neubau". Auch wenn dadurch die Prüfung durch das Fachpersonal nicht ersetzen wird: Dort, wo standardisiert Daten abgefragt und geprüft werden, kann es deutliche Erleichterungen bringen. Richtig umgesetzt, werden so Verwaltungsverfahren beschleunigt und optimiert sowie die Servicequalität erhöht – ob für private Bauherren oder Architekturbüros.

 

Pilotprojekt "Digitale Baugenehmigungen"

Damit Kommunen Bauanträge schneller bearbeiten können, hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung das Projekt „Digitale Baugenehmigungen“ gestartet. Ministerin Ina Scharrenbach hat mit den Repräsentanten von sechs Modellkommunen eine Vereinbarung unterzeichnet (siehe Foto), die das weitere Verfahren bis 2021 vorgibt. Die Gemeinden, Städte und Kreise beteiligen sich freiwillig – also ohne finanzielle Unterstützung des Landes – am Modellprojekt, weil sie auf Fortschritte bei der Bearbeitung von Bauanträgen setzen. Mit dabei sind die Kreise Gütersloh und Warendorf und die Städte Dortmund, Ennepetal, Köln und Xanten. Ziel des Projekts: die insgesamt 212 unteren Bauaufsichtsbehörden in Nordrhein-Westfalen bei der Ausarbeitung von Maßnahmen zur Digitalisierung des Baugenehmigungsverfahrens zu unterstützen und einen Standardprozess zu erarbeiten.

Weitere Informationen

Initiative: Digitale Baukostenplanung
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Foto: © qu-int.com

Digitale Baukostenplanung umfasst die durch digitale und vernetzte Prozesse gestützte Sammlung, Aufbereitung und Verwendung von Daten. Dieser Prozess begleitet und überschreitet jede Einzelbaumaßnahme und zielt auf die stetige Verbesserung der Kostensicherheit für zukünftige Planungen.

Die zentrale Erfassung und Auswertung von Planungs- und Kostendaten der Länder erfolgt durch die Informationsstelle für Wirtschaftliches Bauen (IWB) in Freiburg, die als Dienstleister im Auftrag der Bauministerkonferenz tätig ist. Die Datenauswertung mittels digitaler Methoden ermöglicht die Entwicklung von Kenndaten und Softwarelösungen zur frühzeitigen Ermittlung von Baukosten und zum Benchmarking von Baunutzungskosten. Für die Bauverwaltungen der Länder ist die kennwertbasierte Kostenermittlung zu einem unverzichtbaren und verlässlichen Planungsinstrument geworden.

In Nordrhein-Westfalen sind derzeit die DV-Produkte PLAKODA und RBK Neubau im Einsatz. Die Bereitstellung und Implementierung der Programmsysteme ebenso wie die Einführung der jährlich aktualisierten BMK-Orientierungswerte für Hochschulgebäude in die Landesverwaltung liegt in der Verantwortung des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung.

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