BauLandBahn
©Robert Kneschke – fotolia.com

Bau.Land.Bahn

Mit Bau. Land. Bahn werden Baugrundstücke gefunden, die im Umkreis von Bahnhaltepunkten liegen.

Bau. Land. Bahn verfolgt das Ziel, die Siedlungsentwicklung mit der Mobilitätsentwicklung für die Zukunft zu verknüpfen. Damit legt die Landesregierung ein Augenmerk auf die gezielte Entwicklung von bezahlbarem Bauland im Einzugsbereich von Haltestellen des schienengebundenen Personennahverkehrs.

Im Fokus der Unterstützungsangebote stehen

  • die Siedlungsentwicklung in der Nähe von SPNV-Haltepunkten,
  • die Realisierung von Projekten auf Bahnflächen,
  • die Moderation und Vermittlung zwischen Kommune und Bahn sowie
  • die Entwicklung von gesamthaften und übertragbaren Musterlösungen.

 

Landesinitiative „Bauland an der Schiene“

Die Initiative steigert die Attraktivität der Schienenstrecken als Anbindung an die Zentren. Mehr Fahrgäste in der Bahn bedeuten weniger Pendlerverkehr auf den Autobahnen. Parallel steigt durch mehr Fahrgäste die Wirtschaftlichkeit des Bahnverkehrs. „Bauland an der Schiene“ besteht aus einem zweistufigen Angebot an die Anliegerkommunen von Haltepunkten des schienengebundenen Personennahverkehrs (SPNV):

  • Durchführung haltestellenbezogener „Baulandgespräche“. Das Angebot richtet sich an Städte und Gemeinden, die im Einzugsbereich eines oder mehrerer SPNV-Haltepunkte liegen (max. 3-km-Radius). Nur mit einem stimmigen und vorausschauenden Gesamtkonzept wird das zukünftige Mobilitätsverhalten der Einwohner tatsächlich beeinflusst. In die „Baulandgespräche“ werden neben den Kommunen als weitere Akteure die Verkehrsverbünde, Dienststellen der Bahn AG, die Regionalplanungsbehörden und weitere Behörden einbezogen.
     
  • Entwicklung integrierender Rahmenplanungen für geeignete Standorte abhängig von den Gesprächsergebnissen in unmittelbarer Abstimmung mit und unter Beteiligung der jeweiligen Kommune und Einbindung aller relevanten Akteure. In der zweiten Stufe unterstützt die Landesregierung an dazu geeigneten Standorten städtebauliche Rahmenplanungen mit einem Finanzierungsanteil von 50 Prozent.

Mit Stand 20.03.2020 haben sich bereits über 90 Städte angemeldet. Die Landesinitiative ist damit ein voller Erfolg. Rund 4.000 Hektar Flächenpotenzial für Wohnungsbau wurden identifiziert, die im Weiteren auf ihre Eignung als Wohnbauland noch konkret zu untersuchen sind. Insgesamt wurden den Städten und Gemeinden bereits 110 Rahmenplanungen und 27 Strukturkonzepte zugesagt, um die Entwicklungen an den Haltepunkten voranzubringen. Auch in 2020 sind noch Baulandgespräche möglich – moderiert durch das Ministerium und die BahnflächenEntwicklungsGesellschaft (BEG) Nordrhein-Westfalen

Weitere Informationen