Symbolfoto Dorferneuerung

Dorferneuerung

Ziel ist es, ländliche Orte als Lebens-, Arbeits- Erholungs-, Kultur- und Naturraum zu sichern und zu entwickeln sowie bürgerschaftliche Engagement zu unterstützen.

Bau

Die ländlichen Räume in Nordrhein-Westfalen mit ihren zahlreichen Dörfern und dörflich geprägten Kommunen sind Heimat, Lebens- und Wirtschaftsräume für nahezu die Hälfte der Einwohnerinnen und Einwohner unseres Landes. Sie sind gekennzeichnet durch vielfältige Traditionen und eine reichhaltige Kultur, die zur Identitätsstiftung der Menschen beiträgt. Gleichzeitig sind sie von aktuellen Herausforderungen im Wohnungs- und Arbeitsmarkt sowie in der Grundversorgung der ortsansässigen Bevölkerung gekennzeichnet.

Mit dem Programm zur Dorferneuerung stellen Bund und Land zur Stärkung des ländlichen Raums bis zum Jahr 2022 rund 10 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere 20 Millionen Euro stellt das Land Nordrhein-Westfalen aus seinem Haushalt bereit, so dass insgesamt 30 Millionen Euro Fördergelder beantragt und verausgabt werden können.

Grundlegendes Ziel des Förderprogramms ist es, Orte und Ortsteile von bis zu 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern in ländlichen Räumen in ihren dörflichen bzw. ortsteilspezifischen Siedlungsstrukturen als Lebens-, Arbeits-, Erholungs-, Kultur-und Naturräume für die Menschen zu sichern und zu entwickeln. Ein besonderes Anliegen ist es, über die Förderung das bürgerschaftliche Engagement in den Dörfern und dörflich geprägten Gemeinden zu unterstützen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger – in Vereinen oder außerhalb von Vereinsstrukturen – bringen sich aktiv in die Gestaltung ihrer Heimat ein. Bürgerschaftliches Engagement kann sich dabei auch durch das Engagement Einzelner für ihr Eigentum auszeichnen.

Mit dem Programm zur „Dorferneuerung 2019“ verfolgt das Land Nordrhein-Westfalen die folgenden Förderschwerpunkte:

  • die Schaffung von Orten und Gebäuden der Begegnung und des sozialen Austausches und damit die Stärkung des bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engagements,
  • die Sicherung der Grundversorgung der lokalen Bevölkerung,

  • die Behebung städtebaulicher Missstände, die das Ortsbild beeinträchtigen und

  • die Sicherung ortsbildprägender Bausubstanz als Ankerpunkt regionaler Identität.

 

Hinweise für Antragssteller

Förderanträge sind bei der jeweils zuständigen Bezirksregierung erhältlich (siehe Links zu den Internetseiten unten) und dort einmalig bis zum 28. Februar 2019 und in der Folge immer bis zum 30. September eines Jahres, beginnend ab dem 30. September 2019 (für das Programmjahr 2020), einzureichen. In diesem Jahr besteht also ausnahmsweise zweimal die Möglichkeit zur Antragseinreichung.

Interessentinnen und Interessenten sollten sich vor einer Antragstellung stets zunächst an die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der Dezernate 33 „Ländliche Entwicklung“ der für sie zuständigen Bezirksregierung wenden, um die grundsätzliche Förderfähigkeit des Vorhabens zu klären, Hinweise zur Antragsstellung zu erhalten und ggf. Ortstermine zu vereinbaren. Auch bei Fragen zu den Fördergrundsätzen sowie zum allgemeinen Antragsverfahren im Bereich der Dorferneuerung erhält man hier Auskunft: