Symbolfoto Städtebauförderung Junge Frau auf städtischem Platz
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Programme der Städtebauförderung

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen und der Bund tragen mit der Städtebauförderung dazu bei, für Bürgerinnen und Bürger Städte von morgen zu bauen. Jetzt für die Städtebauförderung 2021 bewerben!

Bau

Ministerin Ina Scharrenbach: „Die Städtebauförderung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen: Seit fast 50 Jahren eine Erfolgsgeschichte!"

Beginnend mit dem Programmjahr 2020 ist es gelungen, aus den bisher sechs Programmlinien der Städtebauförderung nunmehr drei Programmteile zu machen und diese heißen: Lebendige Zentren, Sozialer Zusammenhalt sowie Wachstum und nachhaltige Erneuerung. Weniger Programme bedeuten mehr Flexibilität für alle Beteiligten, wenn es um die Erneuerung der ländlichen und städtischen Infrastrukturen für unsere Bürgerinnen und Bürger geht.

Die Städtebauförderung enthält ein gemeinsames Bekenntnis von Bund und Land zum Einsatz von Fördermitteln für den sozialen Zusammenhalt und die Integration aller Bevölkerungsgruppen.

Dabei zielt die Förderung auf städtische und ländliche Räume mit erhöhten strukturellen Herausforderungen. Die Umsetzung der Stadtentwicklungspolitik mit dem zentralen Instrument der Städtebauförderung erfolgt auf der Basis von integrierten, ganzheitlichen und sozialraumorientierten Konzepten, die mit einer Orientierung in Bildung, Gesundheit und Klimaschutz verbunden sind.

Antragsschluss für die Städtebauförderung 2021 ist der 30. September 2020. Der Programmaufruf für die Städtebauförderprogramm 2021 steht für Sie unten zum Download bereit.

Programmlinien in der Städtebauförderung

Mit den Programmlinien in der Städtebauförderung

  • Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Stadt- und Ortskerne,
     
  • Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten und
     
  • Wachstum und nachhaltige Erneuerung – Lebenswerte Quartiere gestalten

stellen der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen Städtebauförderungsmittel zur Verfügung, um insbesondere ländliche und städtische Räume mit erhöhten strukturellen Schwierigkeiten zu unterstützen, um die Attraktivität der Städte und Gemeinden als Wohn- und Wirtschaftsstandort zu stärken.

Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel:
Ab 2021 werden die genannten Maßnahmen, insbesondere durch die Verbesserung der grünen Infrastruktur, verpflichtende Fördervoraussetzung für alle Gesamtmaßnah-men der Städtebauförderung.

Rechtsgrundlagen der Förderung

Die Förderung in den Bund-Länder-Programmen der Städtebauförderung erfolgt auf der Grundlage des Artikels 104b Grundgesetz. Die Bundes- und Landesmittel sind für Fördergebiete bestimmt, die durch Beschluss der Gemeinde räumlich abzugrenzen sind. Die Förderung erfolgt des Weiteren auf Basis der zwischen der Bundesregierung und der Landesregierung Nordrhein-Westfalen noch abzuschließenden Verwaltungsvereinbarung über die Gewährung von Finanzhilfen des Bundes an die Länder sowie nach der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen zur Stadtentwicklung und Stadterneuerung (Förderrichtlinie Stadterneuerung 2008) vom 22. Oktober 2008.

Förderfähigkeit städtebaulicher Gesamtmaßnahmen in allen drei Programmlinien der Sädtebauförderung 2021

Die Finanzhilfen des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen städte-baulicher Gesamtmaßnahmen können in allen Programmen insbesondere eingesetzt werden für:

  • die Vorbereitung der Gesamtmaßnahme einschließlich Erarbeitung (Fortschrei-bung) integrierter städtebaulicher Entwicklungskonzepte,
     
  • Maßnahmen des Klimaschutzes, zur Anpassung an den Klimawandel und zur Verbesserung der grünen Infrastruktur (u.a. energetische Gebäudesanierung, Bodenentsiegelung, Flächenrecycling, klimafreundliche Mobilität, Nutzung kli-maschonender Baustoffe, Schaffung/Erhalt oder Erweiterung von Grünflächen und Freiräumen, Vernetzung von Grün- und Freiflächen, Begrünung von Bau-werksflächen, Erhöhung der Biodiversität),
     
  • Bau- und Ordnungsmaßnahmen,
     
  • Maßnahmen zur Aufwertung des öffentlichen Raumes (Straßen, Wege, Plätze), zur Erneuerung des baulichen Bestandes,
     
  • Maßnahmen zur Revitalisierung von Brachflächen einschließlich Nachnutzung bzw. Zwischennutzung,
     
  • Maßnahmen des städtebaulichen Denkmalschutzes und der Denkmalpflege, zum Erhalt und zur Sicherung des bau- und gartenkulturellen Erbes sowie stadt-bildprägender Gebäude,
     
  • Maßnahmen zur Sicherung der Daseinsvorsorge,
     
  • Maßnahmen der Barrierearmut bzw. –Freiheit,
     
  • Maßnahmen zum Einsatz digitaler Technologien (städtebauliche Vernetzung von Infrastrukturen, Daten Netzen),
     
  • Quartiersmanagement, Leistungen von Beauftragten, Beratung von Eigentümerinnen und Eigentümern,
     
  • interkommunale Maßnahmen, insbesondere von kleineren Städten und Gemeinden, sowie Stadt-Umland-Kooperationen einschließlich Maßnahmen zur Bildung interkommunaler Netzwerke,
     
  • Maßnahmen zur Steigerung der Baukultur, insbesondere der Planungs- und Pro-zessqualität,
     
  • Maßnahmen mit hohem Innovations- und Experimentiercharakter in außeror-dentlichen Stadtentwicklungsformaten
     
  • Beteiligung und Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern (zum Beispiel Verfü-gungsfonds und „Tag der Städtebauförderung“).

Im Übrigen erfolgt der Einsatz der Finanzhilfen gemäß den weiteren Ausführungen zu den drei Programmlinien.

Vorschriften für die Publizität

Um die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Bedeutung der Städtebauförderung in der breiten Öffentlichkeit sichtbar zu machen sowie das gemeinschaftliche Engagement von EU, Bund, Land und Kommunen herauszustellen, sind öffentlichkeitswirksame Materialien mit einschlägigen Förderhinweisen zu versehen.

Die Fördermittelgeber haben dafür Bild- und Wortmarken sowie Leitfäden und Anwendungshinweise entwickelt. Je nach Verwendungszweck stehen diese hier den Zuwendungsempfängern in unterschiedlichen Dateiformaten und Auflösungen zur Verfügung (siehe Downloads unten).

Downloads zu den Publizitätsvorschriften: