Starke Quartiere - starke Menschen

Quartiere entwickeln

Mit der Quartiersentwicklung sollen Stadt- und Ortsteile untersützt werden, die aufgrund von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungsprozessen in ihrer Entwicklung stagnieren.

Bau

Starke Quartiere - Starke Menschen

Die Städte und Gemeinden können sich im Rahmen des Projektaufrufs "Starke Quartiere - starke Menschen" mit integrierten Entwicklungskonepten um EU-Fördermittel bewerben. Die Konzepte sollen unter anderem enthalten:

  • Eine Bestandsanalyse (Stärken-Schwächen-Analyse): Dabei sind die wirtschaftlichen, ökologischen, klimatischen, demographischen und sozialen Herausforderungen darzustellen, mit denen der jeweilige Stadtteil konfrontiert ist und die bewältigt werden müssen; eine angepasste Handlungsstrategie mit Entwicklungszielen für das Gebiet;

  • konkrete Handlungsprioritäten und Maßnahmen sowie eine Kosten- und Finanzierungsplanung; Gemäß der EU-Vorgaben muss jeweils mindestens ein Projekt verfolgt werden, das zur ökologische Revitalisierung des Gebietes oder der Entwicklung und Aufbereitung kommunaler Brach- und Konversationsflächen zu stadtentwicklungspolitischen bzw. ökologischen Zwecken dient

  • Verbesserung der Integration benachteiligter gesellschaftlicher Gruppen in Arbeit, Bildung und in Gemeinschaft.

Mit der fondsübergreifenden Bündelung von Förderzugängen der EU-Programme ESF (Europäischer Sozialfonds) und EFRE ( Europäische Fonds für regionale Entwicklung) werden baulich investive Vorhaben mit Maßnahmen verknüpft, die das Zusammenleben in den Quartieren und Ortsteilen fördern und die Integration benachteiligter gesellschaftlicher Gruppen in Arbeit, Bildung und in die Gemeinschaft befördern sollen. Mit dem neuen Finanzierungsinstrument "NRW.BANK/EU-Stadtentwicklungskredit" können zudem für privatwirtschaftliche Investitionen in schwierigem InvestitionsUmfeld passgenaue Finanzierungsmöglichkeiten eröffnet werden.

Nach Anerkennung der Handlungskonzepte und grundsätzlich positiver Bewertung der für eine EU-Förderung vorgesehenen Projekte durch die interministerielle Arbeitsgruppe "Soziale Stadt" können die Städte und Gemeinden entsprechende Förderanträge stellen. Soweit auch Bundes- und Landesmittel - wie z. B. bei städtebaulichen Vorhaben - in die Finanzierung eingebunden werden sollen, erfolgt ergänzend eine Antragstellung zu den jährlichen (Stadterneuerungsprogrammen (STEP) des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Den nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden wird mit dem Projektaufruf "Starke Quartiere - Starke Menschen" somit die Möglichkeit eröffnet, Fördermittel der europäischen Strukturfonds EFRE für Maßnahmen in Stadt- und Ortsteilen einzusetzen, die aufgrund von wirtschaftlichen, sozialen, demographischen und gesellschaftlichen Veränderungsprozessen in ihrer Entwicklung stagnieren oder weiter abzurutschen drohen. Mit diesen Fördermitteln entstehen neue Grün-, Spiel- und Sportflächen, Begegnungs-, Beratungs- und Qualifizierungsorte für alle gesellschaftlichen Gruppen werden geschaffen und Brachflächen wieder nutzbar gemacht, so dass ein spürbarer Schritt zur Verbesserung der Lebensqualität in den Stadt- und Ortsteilen möglich ist, in denen besondere gesellschaftliche Aufgaben zu erfüllen sind. Attraktive Stadteile und Quartiere sind zugleich ein wichtiger Standortfaktor, um den Handel und den Dienstleistungsbereich zu stärken sowie die Ansiedlung
von neuen Unternehmen voranzutreiben. Dies sind weiter andauernde Aufgaben, die nicht im Rahmen der jetzt laufenden Strukturfondsperiode abgearbeitet sind, sondern auch zukünftig weitere Anstrengungen erforderlich machen.

 

Zwischenstand des Programms

Für den Projektaufruf "Starke Quartiere - starke Menschen" wurden 141.121.883 Euro des Programms EFRE.NRW 2014 - 2020 reserviert. Bisher wurden von der lntermAG "Soziale Stadt" 34 Handlungskonzepte anerkannt und 231 Einzelvorhaben grundsätzlich für eine EFRE- Förderung empfohlen. Für städtebauliche Projekte können für bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten EFREMittel eingesetzt werden; diese werden durch Städtebauförderungsmittel des Bund-LänderProgramms und den kommunalen Eigenanteil ergänzt.

Die am Projektaufruf teilnehmenden Städte und Gemeinden wurden darüber informiert, dass für zeit- und kostenintensive Baumaßnahmen die erforderlichen Förderanträge spätestens zum Stadterneuerungsprogramm 2019 vorzulegen sind, um eine fristgerechte Abrechnung der EFRE-Mittel gegenüber der Europäischen Kommission sicherstellen zu können.

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