Kaarst Büttgen Klarissenbogen

Bau von Mietwohnungen

Das Ziel der Landesregierung: Mit der Wohnraumförderung mehr Mietwohnungsneubau zu schaffen.

Bau

Nur ein Mehr an Wohnungsbau wird dazu beitragen, die Mietpreise zu stabilisieren. Die Landesregierung verfolgt mit der Wohnraumförderung das Ziel, mehr geförderten und somit bezahlbaren Wohnraum in allen Marktsegmenten zu schaffen. Ein Förderschwerpunkt bleibt die Förderung von mietpreis- und belegungsgebundenen Wohnungen. Die Wohnraumförderung trägt dazu bei, in Städten und Gemeinden mit hoher Wohnungsnachfrage und steigenden Wohnkosten ein Angebot an attraktiven Wohnungen mit zeitgemäßen Standards zu dauerhaft bezahlbaren Preisen zu sichern oder neu zu schaffen.

Investorinnen und Investoren erhalten zinslose oder zinsgünstige Darlehen sowie Tilgungsnachlässe. Die Förderhöhe richtet sich nach dem Mietniveau, in das die Gemeinde eingestuft ist und nach der Zielgruppe, für die der Wohnraum gebaut wird. Neben einer Grundpauschale pro Quadratmeter förderfähiger Wohnfläche können diverse Zusatzdarlehen gewährt werden, z. B. für kleine oder besonders große Wohnungen und Aufzüge. Als Gegenleistung für die Fördermittel räumen die Fördernehmer der Kommune für die Zeitdauer der Förderung eine Mietpreis- und Belegungsbindung zu Gunsten von Haushalten mit niedrigem oder mittlerem Einkommen ein. Damit fördert das Land den Neubau und die Neuschaffung von qualitätvollem, energieeffizientem und barrierefreiem, aber gleichzeitig bezahlbarem Wohnraum.

Grundlage der Mietwohnraumförderung sind das Gesetz zur Förderung und Nutzung von Wohnraum für das Land Nordrhein-Westfalen (WFNG NRW), das Wohnraumförderungsprogramm (WoFP) und die Wohnraumförderungsbestimmungen (WFB) in den jeweils geltenden Fassungen.

 

Was wird gefördert?

Gefördert wird der Neubau und die Neuschaffung im Gebäudebestand von

  • Miet- und Genossenschaftswohnungen,

  • Gruppenwohnungen

  • Mieteinfamilienhäusern,

  • bindungsfreien Wohnungen gegen Einräumung von Besetzungsrechten an geeigneten Ersatzwohnungen

und in diesem Zusammenhang auch Gemeinschaftsräume für die Nutzung durch Hausgemeinschaften sowie Räume zur Verbesserung der wohnungsnahen sozialen Infrastruktur für die Bewohner des Quartiers oder gemeinnützige Vereine.

 

Für wen wird gefördert?

Von der Mietwohnraumförderung profitieren Mieterinnen und Mieter mit einem Wohnberechtigungsschein (WBS). Mit dem WBS weisen Haushalte gegenüber den Vermieterinnen und Vermietern von geförderten Wohnungen nach, dass sie berechtigt sind, eine für bestimmte Haushalte vorbehaltene bzw. preisgebundene Wohnung zu beziehen. Darüber hinaus ist im WBS angegeben, für welche Wohnungsgröße der Haushalt bezugsberechtigt ist. Der WBS wird auf Antrag von den für den geförderten Wohnungsbau zuständigen Stellen bei den Kreisen und den kreisfreien Städten, sowie bei den Großen und Mittleren kreisangehörigen Städten ausgestellt, wenn der Mieterhaushalt die Einkommensgrenzen einhält und die sonstigen Voraussetzungen zur Erteilung eines WBS erfüllt. Diese Stellen werden häufig auch Wohnungsamt oder Amt für Wohnungswesen genannt. Dort erhalten Interessierte Auskünfte zu dem Antragsverfahren und zu den notwendigen Unterlagen. Die Informationen werden meist auch auf den kommunalen Internetseiten veröffentlicht und sind online abrufbar. Das Verfahren zur Erteilung eines WBS ist geregelt in § 18 des WFNG NRW und den ergänzenden Vorschriften der Wohnraumnutzungsbestimmungen (WNB).

 

Wer wird gefördert?

Förderzusagen werden im Rahmen verfügbarer Mittel an kreditwürdige Bauherrinnen und Bauherren vergeben (natürliche und juristische Personen wie private Investorinnen und Investoren, Wohnungsunternehmen, gemeinnützige Organisationen und Genossenschaften).

 

Wie wird gefördert?

Sofern das Bauvorhaben förderfähig ist, prüft die NRW.BANK die Kreditwürdigkeit der Bauherrin bzw. des Bauherren. Wird die Kreditwürdigkeit bestätigt, erteilt die Bewilligungsbehörde eine Förderzusage und die NRW.BANK schließt einen entsprechenden Darlehensvertrag ab.

Bauherrinnen und Bauherren nehmen in der Regel zunächst Kontakt mit der örtlich zuständigen Bewilligungsbehörde bei den kreisfreien Städten oder Kreisen auf, um Fragen des Bedarfs, der Zielgruppen, der Verfügbarkeit von Fördermitteln, der Qualitätsanforderungen an die Planung und des weiteren Verfahrens zu klären.

 

Wo kann man Fördermittel beantragen?

Fördermittel werden bei der örtlichen Bewilligungsbehörde bei der Stadt- oder Kreisverwaltung beantragt.