Modernisierungsoffensive

Modernisierung für bestehende Wohnungen und Häuser

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Erneuerung von bestehenden Mietwohnungen und selbstgenutztem Wohneigentum mit einem einfachen und attraktiven Förderangebot.

Bau

Die meisten Gebäude, in denen die Menschen in Nordrhein-Westfalen in den kommenden Jahrzehnten wohnen werden, sind längst gebaut. Rund drei Viertel aller Wohngebäude sind 40 Jahre und älter. Um aktuellen Wohnbedürfnissen zu entsprechen, müssen sie modernisiert und an zeitgemäße Standards angepasst werden. Nachhaltiges Modernisieren heißt dabei, die Bedürfnisse und Wünsche der Bewohnerinnen und Bewohnerin in Einklang zu bringen mit dem bautechnisch Möglichen, der wirtschaftlichen Rentabilität und der sozialen Tragbarkeit der Wohnkosten. Dafür hat die Landesregierung Nordrhein-Westfalen mit der Richtlinie zur Modernisierung von Wohnraum in Nordrhein-Westfalen (RL Mod) ein attraktives Förderangebot geschaffen. Mit der neuen Modernisierungsförderung können Sie Mietwohnungsbestände genauso wie Ihr Eigenheim oder Ihre Eigentumswohnung bestens für die Zukunft aufstellen.

 

Die Leistungen der Modernisierungsförderung auf einen Blick:

  • bis zu 100.000 € je Wohnung/Eigenheim als Darlehen

  • 20% des Darlehens müssen nicht zurückgezahlt werden (Tilgungsnachlass)

  • 0,0% Zinsen in den ersten 10 Jahren

  • sichere Niedrigzinsen über 20 oder 25 Jahre

  • Vollfinanzierung aller Kosten: kein Eigenanteil erforderlich

  • auch Instandsetzungen sind förderfähig

  • Höchstmieten nach Modernisierung zwischen 5,00 und 6,80 € pro m² zzgl. der eingesparten Energiekosten

  • Mietpreis- und Belegungsbindungen für 20 oder 25 Jahre

  • moderate Mieterhöhungen bleiben möglich.

 

Was wird gefördert?

Gefördert werden die tatsächlich entstandenen Bau- und Baunebenkosten für Modernisierungsmaßnahmen, die

  • den Gebrauchswert von Wohnraum nachhaltig erhöhen,

  • die allgemeinen Wohnverhältnisse auf Dauer verbessern,

  • Barrieren im bestehenden Wohnraum reduzieren,

  • die Energieeffizienz von Wohngebäuden erhöhen,

  • den Schutz vor Einbruch verbessern,

  • bestehenden Wohnraum um einzelne Räume erweitern und

  • ein attraktives und sicheres Wohnumfeld schaffen.

  • förderfähige Baunebenkosten sind beispielsweise Architektenleistungen und Energiegutachten, aber auch sozialplanerische Maßnahmen wie Bewohnerbefragungen und die Erstellung von Quartierskonzepten.

  • förderfähig sind auch Instandsetzungsmaßnahmen, wenn sie gleichzeitig mit der Modernisierung durchgeführt werden und nicht den überwiegenden Teil der Gesamtkosten ausmachen.

 

Wie ist eine Förderung zu beantragen?

Anträge zur Wohnraumförderung richten Sie bitte an die örtlich zuständigen Bewilligungsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte. Dort können Sie sich auch beraten lassen.

 

Projektaufruf "Besser Wohnen – zu Hause im Quartier

Der Ende 2018 gestartete Projektaufruf "Besser Wohnen – zu Hause im Quartier" der Allianz für mehr Wohnungsbau ist eine zusätzliche Modernisierungsoffensive. Der Aufruf richtet sich an Vermieterinnen und Vermieter sowie Wohnungsunternehmen. Ziel des Projektaufrufs ist es, durch umfassende Modernisierungen und ergänzenden Neubau bezahlbare Wohnsiedlungen zu schaffen.