Wohnen im Alter

Wohnen im Alter

Die Wohnraumförderung soll dazu beitragen, auch im Alter ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen.

Bau

Der demografische Wandel betrifft alle Wohnungsmärkte in Nordrhein-Westfalen. Dem öffentlich geförderten Wohnungsbau des Landes liegt ein baulich universaler Ansatz zugrunde, der Alt und Jung in barrierefreien Wohnungen ganz unterschiedliche Wohnformen ermöglicht.

Generationengerechte Wohnquartiere sollen die selbstständige Lebensführung unterstützen und die Privatsphäre wahren, d.h. die Gebäude und Wohnungen sowie das Wohnumfeld sollten barrierefrei sein und sich in zentraler, infrastrukturell gut ausgestatteter Lage mit Geschäften des täglichen Bedarfs, Ärzten, Apotheken usw. befinden. Durch Umstrukturierung bestehender Quartiere  mit Hilfe kleinteiliger ambulanter Pflege- und Versorgungsangeboten können auch ältere Menschen selbstbestimmt „Zuhause“ wohnen bleiben. Die meisten Seniorinnen und Senioren und Menschen mit Behinderungen wollen in der vertrauten Umgebung bleiben, benötigen aber dafür bedarfsgerechte Wohnungen.

Es wird sowohl neuer als auch altersgerecht anzupassender Wohnraum gefördert. Förderung von Mietwohnraum ist auch bei gemeinschaftlichen Wohnformen möglich, wie z. B. Wohngruppen oder Wohngemeinschaften und Wohnformen, die eine bedarfsgerechte kleinteilige ambulante Versorgungssicherheit vor Ort bieten.

Gefördert werden daher auch

  • gemeinschaftliche Wohnprojekte,

  • Gruppenwohnungen mit und ohne ambulante Betreuung und

  • Generationstreffpunkte als zentrale Begegnungsstätte in einem Viertel.

Durch die Kombination der vorgenannten Förderangebote kann eine durchgängig kleinteilig angelegte Durchmischung und Integration erreicht werden. Die Kombination ist besonders geeignet, um ein Quartier mit gezielten Impulsen so weiterzuentwickeln, dass auch den Bedürfnissen älterer Menschen Rechnung getragen werden kann. Aufgrund des derzeit noch hohen Anteils an nicht barrierefreien Wohnungen dient die Modernisierungsförderung dazu, Problemen bei der Wohnraumversorgung von älteren und pflegebedürftigen Menschen und Menschen mit Behinderungen vorzubeugen.

Zu den Förderangeboten zählen

  • der Abbau von Barrieren im Bestand,

  • durchgreifende Umbaumaßnahmen zur Schaffung neuen barrierefreien Wohnraums durch Umnutzung von Gebäuden. Generationengerechter Wohnraum bedeutet auch familiengerechter Wohnraum, der insbesondere Kindern im selbst genutzten Haus oder in der selbst genutzten Eigentumswohnung zu Gute kommt.

Die Eigentumsförderung wird in jeder Region des Landes als geeigneter Beitrag zur Altersvorsorge bedarfsorientiert angeboten. Die Förderung wird in den nächsten Jahren schrittweise ausgebaut. Darüber hinaus ist das geförderte Mieteinfamilienhaus für Haushalte, die kein Wohneigentum bilden, eine Alternative und wird von Familien mit Kindern besonders nachgefragt.