Wettbewerbe und Wohnqualität

Qualität im Wohnungsbau

Die Wettbewerbe des Ministeriums sollen ökologische, ökonomische und technische herausragende Bauprojekte fördern.

Bau

Verfahren zur Auszeichnung

Auszeichnung vorbildlicher Bauten

Das Ministerium lobt traditionell alle fünf Jahre in Kooperation mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen die „Auszeichnung vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen“ aus.

Dieser Architekturpreis hat sich als Visitenkarte für höchste Architekturqualität etabliert und findet daher auch über die Landesgrenzen Nordrhein-Westfalens hinaus in hohe Beachtung.

Das Verfahren richtet sich an Bauherrinnen und Bauherren sowie Architektinnen und Architekten, die in gestalterischer, ökologischer und ökonomischer Hinsicht herausragende Bauten und Anlagen in Nordrhein-Westfalen realisiert haben.

Die Auszeichnung umschließt den Neubau, den Umbau, die Modernisierung und Umstrukturierung. Sie soll deutlich machen, dass Planungskultur eine wesentliche Voraussetzung für die Baukultur ist, die wiederum ein grundlegender Baustein für unsere Wohn-, Arbeits-, und Aufenthaltsqualität ist. Gegenstand der Auszeichnung sind alle Arten von Bauten, wie zum Beispiel Wohnungsbauten und -siedlungen, Kultur- und Bildungsbauten, Büro- und Gewerbebauten sowie öffentliche Bauten.

Die ausgewählten Projekte werden mit Gebäudeplaketten ausgezeichnet, Geldpreise sind nicht vorgesehen.

Im Auszeichnungsverfahren 2015 wurden aus 203 eingereichten Objekten auf Grund der hohen Qualität der Planungen 33 vorbildliche Bauten ausgezeichnet.

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Landespreis für Architektur, Wohnungs- und Städtebau

Der „Landespreis für Architektur, Wohnungs- und Städtebau Nordrhein-Westfalen“ wird alle vier Jahre in Kooperation mit der Architektenkammer NRW und der Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen verliehen.

 

Landespreis 2017 - Gutes Bauen im öffentlich geförderten Wohnungsbau

Zehn neue Objekte des geförderten Wohnungsbaus in Aachen, Bochum, Bonn, Dülmen, Düsseldorf, Köln, Krefeld, Münster und Troisdorf wurden mit dem "NRW Landespreis 2017" ausgezeichnet. Die eingereichten Projekte verdeutlichen, dass sowohl beim Neubau, als auch im Baubestand große Potentiale für die Schaffung von gutem gefördertem Wohnungsbau liegen. Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen, dass der geförderte Wohnungsbau ein wichtiges sozialpolitisches Instrument ist, um bezahlbaren Wohnraum auch in Schwarmstädten schaffen – und das bei hoher gestalterischer Qualität. Zudem beschäftigen sich die Preisträgerarbeiten auch mit weiteren Schwerpunktaufgaben im zeitgenössischen Wohnungsbau: von der „Klimaschutzsiedlung Am Wald“ in Düsseldorf-Benrath über das Umnutzungsprojekt „Alte Samtweberei“ in Krefeld bis hin zum „Studentischen Wohnen“ in Bonn-Tannenbusch. Mit der „Wohnbebauung Dalweg“ in Dülmen und dem Projekt „Integratives Wohnen – City inklusive“ in Troisdorf werden zudem eher mittelstädtische Projekte ausgezeichnet.

Die prämierten Beispiele stehen für das hohe Niveau des öffentlich geförderten Wohnungsbaus in Nordrhein-Westfalen. Sie  ermutigen zukünftige Bauherrinnen und Bauherren, in den öffentlich geförderten Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen zu investieren. Gerade in Zeiten stark angespannter Wohnungsmärkte ist es wichtig, dass zeitgemäßer Wohnungsbau mit hoher Wohnqualität auch bezahlbar bleibt. Ziel sind hochwertiger Wohnraum und lebendige Wohnquartiere, die Menschen nicht nur ein Zuhause, sondern auch Heimat bieten.

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Landeswettbewerb

Landeswettbewerbe, die fast jedes Jahr in Kooperation mit der Architektenkammer NRW durchgeführt werden, dienen der Entwicklung und Erprobung von innovativen Konzepten für den geförderten und freifinanzierten Wohnungsbau. In Zeiten angespannter Wohnungsmärkte liegt das Augenmerk auf Verfahren, die kostengünstiges und schnelles Bauen mit architektonischer Qualität verbinden.

 

Landeswettbewerb 2017 "Qualität in Serie"

Zielvorgabe des Wettbewerbs war es, auf einem ehemaligen Ausbildungsgelände für Baggerführer in Essen ein städtebauliches Konzept für die Realisierung von geförderten und freifinanzierten Wohnungen zu planen. Dabei war das serielle Bauen ein Themenschwerpunkt der Entwurfsaufgabe. Beim seriellen Bauen geht es um den Einsatz von Fertigteilelementen oder ganzen Modulen. Insgesamt wurden fünf Projekte ausgezeichnet. Sieger des Landeswettbewerbs ist die pbs architekten Planungsgesellschaft (Aachen) in Zusammenarbeit mit RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten (Bonn), vier weitere eingereichte Entwürfe wurden ebenfalls ausgezeichnet.

Alle Planungen der Preisträger überzeugen durch architektonische Qualität und Wirtschaftlichkeit. Die Umsetzung der Projekte wird eine neue Heimat in Essen schaffen und zeigen, wie auf innerstädtischen Flächen schneller bezahlbarer Wohnraum entstehen kann. Die Entwürfe können übertragbare Lösungen für andere Städte darstellen und zum Nachahmen animieren. Serielles Bauen kann die Möglichkeit bieten, kostengünstigen Wohnraum vor allem in unseren Ballungszentren schnell zu schaffen. Wichtig dabei ist, dass trotzdem ein Höchstmaß an Qualität und eine ansprechende Architektur sichergestellt werden.

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Landeswettbewerb 2016 „Neues Urbanes Wohnen – ein Zuhause für Alle“

Der Landeswettbewerb 2016 stand unter dem Motto  „Neues Urbanes Wohnen – ein Zuhause für Alle“ und wurde an den zwei Standorten Düsseldorf und Bonn durchgeführt. Im Mittelpunkt stand inklusives Wohnen im Quartier, das heißt Wohnungen für Jung und Alt, verschiedene Einkommensgruppen sowie Behinderte und Nichtbehinderte. Auch das Zusammenleben von geflüchteten Menschen mit einer schon lange angestammten Bevölkerung sollte unterstützt werden. Das Ergebnis dieses Wettbewerbs bietet an beiden Standorten mit einer guten Mischung aus frei finanzierten Wohnungen und bezahlbaren Wohnungen der Mietenstufe A und B bzw. preisgedämpften Wohnungen – und das jeweils in den unterschiedlichsten Wohnungsgrößen und Typen – die besten planerischen Voraussetzungen für die zukünftige Schaffung von lebendigen durchmischten Quartieren.

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Experimenteller Wohnungsbau

Bauprojekte mit besonderen architektonischen, städtebaulichen, sozialen und funktionalen Aspekten werden im experimentellen Wohnungsbau gefördert. Es geht darum, neue Anforderungen zu analysieren – etwa für das Wohnen im Alter in Zeiten des demografischen Wandels und knapper Kassen – und Lösungsstrategien nicht nur zu entwickeln, sondern auch zu erproben. Um den öffentlichen Wohnungsbau zukunftsfähig zu gestalten, lobt das Ministerium Architekturwettbewerbe aus, wie die "Landeswettbewerbe" und die "Auszeichnung vorbildlicher Bauten".

Bei Fragen zur Förderung im experimentellen Wohnungsbau nehmen Interessierte in der Regel zunächst Kontakt mit der örtlich zuständigen Bewilligungsbehörde bei der Stadt- oder Kreisverwaltung auf, um Fragen des Bedarfs, der Zielgruppen, der Verfügbarkeit von Fördermitteln, der Qualitätsanforderungen an die Planung und des weiteren Verfahrens zu klären.