Bild_Genitalverstümmelung stoppen

Verstümmelung der Genitalien

Ziel des Ministeriums ist es, die Verstümmelung weiblicher Genitalien zu verhindern und bereits betroffene Frauen mit Beratung zu unterstützen.

Die Verstümmelung weiblicher Genitalien ist eine Menschenrechtsverletzung. Sie wird zumeist an Mädchen vom Baby- bis ins Jugendalter vorgenommen und führt zu erheblichen gesundheitlichen, psychischen und sozialen Beeinträchtigungen für die Betroffenen. Die betroffenen Frauen und Mädchen leiden größtenteils ein Leben lang unter den Folgen ihrer Verstümmelung.

Das Ministerium unterstützt Aktivitäten, die darauf ausgerichtet sind, weitere Genitalverstümmelungen zu verhindern und bereits betroffene Frauen mit Beratung zu unterstützen.

 

Erklärvideo "Genitalbeschneidung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung“

Das Video soll die breite Öffentlichkeit für das Thema und für den Umgang mit von Genitalverstümmelung betroffenen und gefährdeten Mädchen und Frauen sensibilisieren. Zudem soll es potentielle und tatsächliche Opfer ermutigen, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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Runder Tisch gegen Mädchenbeschneidung

Der Runde Tisch gegen Mädchenbeschneidung NRW, der verschiedenste, mit dem Thema berührte Akteurinnen und Akteure vernetzt, wird organisatorisch unterstützt und tagt regelmäßig im Ministerium. Zurzeit finden die Sitzungen wegen Corona Online statt. Hier kommen Menschen aus Ministerien, Parteien und Nichtregierungsorganisationen sowie Fachleute verschiedenster Professionen mit den betroffenen Frauen zusammen, um an der Verhinderung von weiblicher Genitalverstümmelung an Mädchen zu arbeiten, bereits betroffene Frauen zu unterstützen und die Öffentlichkeit aufzuklären. 

Zudem fördert die Landesregierung das Bildungsportal KUTAIRI. Das Portal richtet sich an Personal aus dem Gesundheitswesen ebenso wie an Aktive in der Flüchtlingshilfe, an Lehrpersonal in Kita und Schule und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Jugendämtern und Justiz. Das Internetangebot ist ein Informationsangebot für Menschen, die beruflich und ehrenamtlich mit den betroffenen Frauen und Mädchen zu tun haben. Neu gefördert wird ein Sensibilisierungs- und Vernetzungsprojekt in der Trägerschaft des Vereins Lobby für Mädchen e. V. in Köln.

 

YUNA – Pilotprojekt zur Prävention von weiblicher Genitalbeschneidung

Mit dem landesweiten Pilotprojekt „Yuna - für ein selbstbestimmtes und unversehrtes Leben von Mädchen und Frauen“ (Projektträger: Lobby für Mädchen e.V., Köln ) fördert das Ministerium wird auch weiterhin ein ambulantes Beratungs- und Unterstützungsangebot für von weiblicher Genitalbeschneidung betroffene und bedrohte Mädchen und Frauen gefördert. 
Darüber hinaus sollen Mädchen und junge Frauen als Multiplikatorinnen gegen weibliche Genitalbeschneidung qualifiziert werden. Die Rolle der Männer wird im Rahmen des Projektes ebenfalls in den Blick genommen.  Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren bis zum 4. Quartal 2022.
 

 

Weitere Informationen

Broschüre "Nicht mit mir" gegen weibliche Genitalverstümmelung, gefördert vom Land Nordrhein-Westfalen, kann bestellt werden bei Aktion Weißes Friedensband e.V.