Heimat-Tour 2021

Heimat-Tour 2021

Ministerin Ina Scharrenbach vergibt im Rahmen ihrer Heimat-Tour 2021 den Landes-Heimat-Preis an sieben Heimat-Projekte in Nordrhein-Westfalen.

Nach 2020 werden dieses Jahr zum zweiten Mal Landes-Heimat-Preise vergeben. Wie bereits im Vorjahr besucht Ministerin Ina Scharrenbach die siegreichen Projekte und übergibt vor Ort die Preise.

Es ist beeindruckend, mit welchem hohen Engagement und wie vielfältig sich Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich für unsere Heimat einsetzen. Ihnen gilt unsere besondere Anerkennung. Die Landes-Heimat-Preise spiegeln die Vielfalt herausragender Heimat-Projekte in unserem Land wider, die zuvor bereits in den Kommunen als vorbildlich ausgezeichnet wurden. Nordrhein-Westfalen ist ein Land starker Gemeinschaften. Rund sechs Millionen Menschen engagieren sich vor Ort unentgeltlich und freiwillig im Dienst für das Gemeinwohl. Einen Teil dieses herausragenden Engagements machen wir mit dem Heimat-Preis sichtbar“, sagt Ministerin Ina Scharrenbach.

Unter dem Motto „#NRWheimatet“ bewarben sich im Jahr 2020 in 220 Kommunen Projekte und Vereine um die lokalen Heimat-Preise. Aus den jeweiligen Siegerprojekten in den Kommunen und Kreisen, die im Rahmen des Heimatförderprogramms prämiert wurden, wählte eine Fach-Jury des Landes die Preisträgerinnen und Preisträger des Landes-Heimat-Preises 2021 aus.

Neben Lob und Anerkennung gibt es für die Preisträgerinnen und Preisträger in den fünf unterschiedlichen Kategorien jeweils 8.000,- Euro sowie je 4.000,- Euro für zwei Sonderpreise.

„Perspektiven für den Strukturwandel, die Dorf- und Stadtentwicklung, die Digitalisierung oder die Suche nach innovativen Vermittlungsformen sind wichtige Elemente einer Zukunftsorientierung von Heimat. Es ist herausragend, wenn gleich mehrere Zukunftsperspektiven in einem Verein oder Projekt gebündelt werden, solches Engagement kann sich dann mit Recht als besonders breit und zukunftsorientiert aufgestellt nennen“, betont Ministerin Ina Scharrenbach.

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen fördert durch die Übernahme von Preisgeldern die Auslobung und Verleihung von „Heimat-Preisen“ durch Gemeinden und Gemeindeverbände. Damit befähigt die Landesregierung – getreu dem Ziel: Heimat wächst von unten – Gemeinden und Gemeindeverbände vor Ort, das lokale Engagement unserer zigtausend ehrenamtlich Tätigen zu würdigen.

Weitere Informationen zum Heimat-Preis und dessen Beantragung finden Sie auf der Homepage des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen unter www.mhkbg.nrw

Die Landes-Heimat-Preise 2021 werden an folgenden Terminen vor Ort durch Ministerin Scharrenbach verliehen:

  • Mittwoch, 7. Juli 2021
    in Duisburg, Heimatverein Hamborn e. V. für sein Projekt „Aspekte jüdischen Lebens im Duisburger Norden zwischen Industrialisierung und bürgerlicher Gesellschaft - Einst und Jetzt“; Kategorie „Geschichte und Herkunft sichtbar machen“ 
  • Mittwoch, 4. August 2021
    in Bonn, Arbeitsgemeinschaft der Bonner Repair Cafés,
    MakerSpaces und Offenen Werkstätten für ihre Reparaturcafés; Kategorie „Soziale Heimat“
  • Donnerstag, 5. August 2021
    Förderverein Wasser- und Naturschutz Arche Noah e.V. in Menden für das Naturschutzzentrum Arche Noah; Kategorie „Natürliche Heimat“
  • Donnerstag, 12. August 2021
    Bergischer Geschichtsverein, Abteilung Burscheid e. V. für sein Projekt „Verschwundene Häuser“; Kategorie „Herausragende Wege der Heimatvermittlung“ 
  • Donnerstag, 23. September 2021
    Ortsverein Lage des Lippischen Heimatbundes e. V. Sonderpreis „Beispielhafter Verein“ 
  • Donnerstag, 23. September 2021
    in Gütersloh, Dorf- und Heimatverein Isselhorst e. V.; Sonderpreis „Beispielhafter Verein“
  • Donnerstag, 14. Oktober 2021
    in Legden, Heimatverein Asbeck e. V. für sein Projekt SkulpTourA; Kategorie „Heimat und Kunst“

Informationen zu den einzelnen Landes-Heimat-Preisträgern:

In der Kategorie „Geschichte und Herkunft sichtbar machen“ geht die Auszeichnung an den Heimatverein Hamborn e. V. für sein Projekt „Aspekte jüdischen Lebens im Duisburger Norden zwischen Industrialisierung und bürgerlicher Gesellschaft - Einst und Jetzt.“

Zum Projekt: Im Zentrum des Projekts steht die bisher weitgehend unbeachtete Aufbauleistung von Jüdinnen und Juden im Duisburger Norden. Jüdisches Leben, das es seit dem Mittelalter dort gegeben hat, das in der NS-Zeit ausgelöscht wurde und jetzt – zumindest vereinzelt – zu neuem Leben erwacht. Hierbei handelt es sich um eine Initiative, die besonders viele Aspekte der Entstehung von Heimat aufgreift – und zwar im Duisburger Norden, einem urbanen Raum, der nach wie vor auch mit negativen Zuweisungen zu kämpfen hat. Bei dem Projekt geht es darum, zu zeigen und spannend zu vermitteln, welche Kräfte neben der bekannten Geschichte von Kohle und Stahl sonst noch zur Entwicklung des Bezirks beigetragen haben, der viel mehr Menschen Heimat ist, als von Außenstehenden oft angenommen. Ideengeber des Projekts ist der noch junge, erst 2011 gegründete Heimatverein Hamborn. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte und rasante Entwicklung des Stadtbezirks zu erforschen, zu veröffentlichen und - vor allen Dingen - spannend zu vermitteln.

Begründung der Jury: Das Projekt „Aspekte jüdischen Lebens im Duisburger Norden“ bietet zum einen einen anspruchsvollen Mix aus Veranstaltungen. Dazu gehören

  • Fachvorträge zu bisher unbeachteten Themen der Stadtentwicklung
  • Lebendige Führungen durch die Stadtteile vor Ort
  • Und schließlich die Umwandlung einer früheren Brotfabrik in
    Duisburg-Beek zu einem (neuen) Nukleus heimatlicher Aktivitäten. Dazu gehören u. a. ein Schulprojekt mit der Gesamtschule Beek, in dem die Historie der Heimat Duisburg beleuchtet wird, und ebenso Infoveranstaltungen sowie Konzerte
  • Ein Highlight ist die Ausstellung „Jüdisches Leben im Norden Duisburgs vom Mittelalter bis in die Gegenwart“ in der alten Brotfabrik.

Zum anderen macht das Projekt in besonderer Weise deutlich, wie breit das Thema Heimat sein kann und welche Dimensionen es umfasst, wenn es aus einer zugewandten und zugleich kritischen Perspektive beleuchtet wird. Heimat steht im 21. Jahrhundert für Vielfalt. Mit diesem Projekt wird dies in besonderer Weise sichtbar. Es leistet zudem einen besonderen Beitrag im Gedenkjahr zu „1.700 Jahren jüdischen Lebens in Deutschland“.

In der Kategorie „Herausragende Wege der Heimatvermittlung“ geht die Auszeichnung an den Bergischen Geschichtsverein, Abteilung Burscheid e. V. für sein Projekt „Verschwundene Häuser“

Zum Projekt: Nicht alle sehen am selben Ort dieselben Dinge. So sind die Schätze der Heimat im Blick älterer Generationen oft noch präsent, aber für jüngere Augen verborgen – und warten nur darauf, gehoben zu werden. In Burscheid widmet sich der Bergische Geschichtsverein / Abteilung Burscheid dieser spannenden Aufgabe mit seinem Projekt „Verschwundene Häuser“. Der Verein lüftet vergangene, aber nicht vergessene Realitäten des Ortes und formuliert neue Erzählungen um die geheimnisvolle Heimat Burscheid. Beispielhaft ist die Initiative auch deshalb, weil viele Burscheiderinnen und Burscheider mit verschwundenen Häusern weiter lebhafte Erinnerungen verbinden – und mitunter auch sehr konkrete Gefühle. Zum Beispiel an das alte „Lumina-Kino“ im Ort, die Metzgerei oder den Spielwarenladen. Auch wenn sie nicht mehr sichtbar sind - viele dieser Orte sind überaus relevant für die historische, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und damit für die Gegenwart Burscheids.

Begründung der Jury: Heimatgeschichte für alle wieder sichtbar zu machen, die zuvor nur noch in der Erinnerung Älterer präsent geblieben ist - dies ist das Besondere an diesem Projekt, das nicht zuletzt von der aktiven Beteiligung der Burscheider/-innen in besonderer Weise lebt. Vor allem die Fundstücke aus den Burscheider Privathaushalten machen die Initiative zu einer spannenden Erzählung von Heimat, die Heimat-Empfinden an der Bevölkerungsbasis reflektiert. Ebenso bedeutsam ist das große Engagement des Geschichtsvereins bei Planung und Durchführung des Projekts. Der vielseitige Mix aus Aktivitäten – Befragung in der Bevölkerung, Konzeption einer Ausstellung und Entwicklung einer Publikation mit neuen (Heimat-)Erzählungen ist vorbildlich. Sie haben das Zeug, die Verbundenheit der Generationen und Kulturen in der Stadtgesellschaft zu festigen und der Heimat Burscheid noch mehr Glanz zu verleihen.

In der Kategorie „Soziale Heimat“ geht die Auszeichnung an die Arbeitsgemeinschaft der Bonner Repair Cafés, MakerSpaces und Offenen Werkstätten für ihre Reparaturcafés

Zum Projekt: Wenn sich über praktische Lebenshilfe, wechselseitige Unterstützung und Reparatur von Gebrauchsgegenständen neue Gemeinschaften bilden, ist „Heimat“ nicht mehr weit. Darum sind Repair-Cafés, also offene Werkstätten, in denen Menschen sich gegenseitig bei der Instandsetzung defekter Geräte unterstützen, sich aber auch bei Kaffee und Kuchen über Dies & Das austauschen, aktuell im Trend. Neben dem gemeinsamen Reparieren werden auch neue Dinge aus alten Materialien erstellt, zum Beispiel Taschen aus gebrauchter Schutzkleidung oder Möbel aus altem Holz oder - ganz zeitgemäß - Objekte mit einem 3D-Drucker. Bei der Arbeitsgemeinschaft handelt es sich um einen Zusammenschluss von insgesamt sechs verschiedenen und unterschiedlich großen Gruppen, quer über das Stadtgebiet verteilt. Dazu gehören etwa das Repair Café in Beuel, die Offene Werkstatt in Graurheindorf und der MakerSpace Bonn in Bad Godesberg.

Begründung der Jury: Heimat zu gestalten, heißt nicht zuletzt, neue Ideen zu entwickeln, die die Gemeinschaft stärken im vertrauten Quartier oder Viertel. Dort, wo auch städtebaulich Lebensqualität und Wohlbefinden gesteigert werden sollen. Jedenfalls ist die Chance groß, dass eine neue Form von Heimat-Gefühl entsteht, wo Menschen sich begegnen und gemeinsam aktiv werden - für ein gemeinsames Ziel, für eine gemeinsame Sache, für ein gemeinsames Anliegen. In den Bonner Repair Cafés geschieht genau dies. Darüber hinaus finden in dieser Initiative Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte zueinander. Es handelt sich also auch um ein Projekt, in dem sich gegenwärtige und frühere Heimat begegnen. Aus Altem entsteht Neues – dies gilt bei diesem Heimat-Projekt im wort- und übertragenen Sinne, und damit in vorbildlicher Weise.

In der Kategorie „Heimat und Kunst“ geht die Auszeichnung an den Heimatverein Asbeck e. V. für sein Projekt SkulpTourA

Zum Projekt: Im kleinen Stiftsdorf Asbeck (Gemeinde Legden) mit seinen rund 1.300 Einwohnerinnen und Einwohnern hat der Asbecker Heimatverein ein großes kulturelles Erbe in Szene gesetzt - und zwar über eine Kunst-Route quer durch den Ort. Vorbei an bedeutsamen Orten wie der Stiftsmühle, Kreuzwegstationen und historischen Bildstöcken ist er so etwas wie eine Visitenkarte Asbecks entstanden, die den Gästen des im Jahr 1092 gegründeten Ortes seine Identität vor Augen führt, inklusive 600-jähriger Sommerlinde, Ritter Bruno und der „Asbecker Pflaume“. Um den Rundweg noch attraktiver zu gestalten, wird SkulpTourA immer wieder mit (wechselnden) zeitgenössischen Skulpturen bestückt. So gibt es stets neue Möglichkeiten zur Betrachtung und für Reflexion. Darüber hinaus gewährt der Rundweg Ausblicke in die schöne west-münsterländische Kulturlandschaft mit Blühstreifen und überlieferten Anbauformen wie Obstbaumwiesen.

Begründung der Jury: SkulpTourA überzeugt durch einen abwechslungsreichen Mix aus Kultur und Natur, der Neugierde weckt und beispielhaft steht für ein historisch bedeutsames Stück Heimat im Westmünsterland sowie vielfältiges und lebendiges Engagement ehrenamtlicher Heimat-Aktiver

In der Kategorie „Natürliche Heimat“ geht die Auszeichnung an den Förderverein Wasser- und Naturschutz Arche Noah e.V. in Menden für das Naturschutzzentrum Arche Noah

Zum Projekt: Wenn Erleben und Empfinden Hand in Hand gehen, ist die Erkenntnis nicht mehr weit. Die Heimat-Bildungsarbeit im Naturschutzzentrum Arche Noah vertraut diesem Grundsatz. Dass der „Arche Noah“ im vergangenen Jahr der Mendener Heimat-Preis verliehen wurde, ist jedoch nur ein Beleg für die Wirksamkeit ihrer Angebote. Schon seit vielen Jahren werden Kinder und Jugendliche an diesem Ort im sauerländischen Menden auf besonders anschauliche Weise mit zahlreichen Themen aus der Natur und dem Umweltschutz als wichtige Facetten der Heimat-Vermittlung vertraut gemacht – und zwar mit ganz praktischen und unmittelbaren Naturerfahrungen, eben mitten in der Natur ihrer Heimat. Das ehemalige Freibad – schon immer trug es den Namen des alttestamentlichen Wassergefährts – bietet hierfür optimale Voraussetzungen. Das Angebot ist breit und abwechslungsreich. Es reicht vom „Grünen Klassenzimmer“ über die „Mini-Ranger“ bis hin zu „Bino, der Waldbiene“. Vielleicht noch wichtiger als das besondere Ambiente dieses außerschulischen Lernortes sind die zahlreichen ehrenamtlichen Aktiven, die sich mit ihrem Engagement und Knowhow im Förderverein einbringen.

Begründung der Jury: Lokale Natur als Teil der Heimat vor Ort erfahrbar zu machen, ist eine wichtige Aufgabe der Heimatvermittlung, denn Heimat umfasst neben allen kulturellen, historisch bedingten und sozialen Aspekten auch den Naturraum, der ebenso wie die anderen Facetten von Heimat zu Lebensqualität und Wohlbefinden beiträgt und der sich auch in Nordrhein-Westfalen regional erheblich unterscheidet. Ihn als Teil der Heimat vor Ort sichtbar und erlebbar zu machen, ist beispielhafte gemeinwohlorientierte Heimatvermittlung. Die Arche Noah in Menden erfüllt diese Aufgabe mit vorbildlichem Engagement, bemerkenswerter Kreativität und besonders ansprechenden Formen der Vermittlung.

Einen Sonderpreis für sein Engagement als „beispielhafter Verein“ geht an den Dorf- und Heimatverein Isselhorst e. V.

Über den Verein: Schon das Motto in Isselhorst, einem Ortsteil von Gütersloh, spricht Bände. Es geht um mehr als das Hier und Jetzt. Unter der Maxime „Vergangenheit bewahren, Gegenwart leben, Zukunft gestalten“ verfolgen die rund 300 Mitglieder des Heimatvereins in sechs Abteilungen einen Ansatz, der Isselhorst aus ganzheitlicher Perspektive in den Blick nimmt. Jedenfalls reichen die vielfältigen Aktivitäten des Vereins weit über die gegenwärtige Aktualität hinaus. Heimat wächst aus der Vergangenheit, entfaltet sich in der Gegenwart und sollte für die Zukunft bewahrt werden – diese Erkenntnis steht zum Beispiel hinter der Arbeit der Abteilung Dorfentwicklung des Vereins. Sie stellt sich dem Strukturwandel des Dorfes und den veränderten Ansprüchen der Bürgerinnen und Bürger. So wurde der Prozess „Dorfentwicklungskonzept 2030“ angestoßen. Ziel ist es, fachlich begleitet mit den Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam die Weichen für das nächste Jahrzehnt in Isselhorst zu stellen. Die lokale Geschichte wird u.a. in der Dorfzeitschrift aufgearbeitet und die denkmalgeschützte Holtkämperei – ein Fachwerkhaus aus dem aus dem Jahr 1623 - ist zum Vereinsdomizil hergerichtet worden.

Begründung der Jury: Der Isselhorster Verein präsentiert sich als heimatliches Gesamtpaket, prall gefüllt als besonderes Geschenk für den Ort und seine Menschen. Die Maxime „Vergangenheit bewahren, Gegenwart leben, Zukunft gestalten“ wird durch zahlreiche Aktivitäten gelebt und zum Wohl der Gemeinschaft umgesetzt. Das verdient einen Sonderpreis des Landes-Heimat-Preises 2021.

 

Ein weiterer Sonderpreis, ebenfalls als „Beispielhafter Verein“ geht an den Ortsverein Lage des Lippischen Heimatbundes e. V.

Über den Verein: Wenn man aus der Ferne schaut, was dieser Verein so alles macht, bekommt man schnell den Eindruck, da wurden und werden mit großem Engagement und viel Kreativität dicke Pfeiler errichtet, die das Gemeinschaftsleben tragen und die Geschichte des Ortes wachhalten. Das Spektrum der Aktivitäten des Ortsvereins Lage des Lippischen Heimatbundes ist wirklich beeindruckend. Die Angebote reichen von Radwander- und Wandergruppen über Plattdeutsch und der AG Stadtgeschichte bis hin zu identitätsstiftenden gemeinschaftlichen Veranstaltungen wie Sommertreffen, Verschönerungsaktionen, Aktivitäten am Tag des offenen Denkmals, das Apfelfest oder Veröffentlichungen diverser Heimatbücher.

Begründung der Jury: Der Ortsverein Lage des Lippischen Heimatbundes besticht als besonders zukunftsorientierter Verein mit seinem beeindruckend breiten Themenangebot und vielseitigen Engagement, das alle Facetten der Heimatpflege abdeckt. Egal ob mit Fahrten, Ausflügen oder Vorträgen, Wandern, Radwandern, Plattdeutsch, Natur- und Denkmalschutz oder Stadtgeschichte – der Heimatverein Lage spricht verschiedene Alters- und Interessensgruppen an. Zudem unterhält er ein altes Gefängnis als Vereinshaus, das als historisches Gebäude vom Verein umgebaut wurde und als denkmalgeschütztes Fachwerkhaus per se zur Vermittlung der Geschichte Lages beiträgt. Mit diesem ganzheitlichen Konzept ist er weit über die Vereinsgrenzen hinaus bekannt und für die Zukunft gut aufgestellt.

Impressionen von den einzelnen Etappen der Heimat-Tour 2021