12.08.2021

Ministerin Scharrenbach: „WohneNRW-Tag“ – Landesweite Aktion für die öffentliche Wohnraumförderung zeigt modernes, nachhaltiges und bezahlbares Wohnen in Nordrhein-Westfalen

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung teilt mit:

Zahlreiche landesgeförderte Wohnbauprojekte öffnen am „WohneNRW-Tag“ am Freitag, 13. August 2021, ihre Türen und zeigen die Vielfalt und den Erfolg der öffentlichen Wohnraumförderung in Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen des Aktionstags besucht Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, am 12. und 13. August 2021 herausragende Projekte in Düsseldorf, Unna, Dülmen, Münster und Greven.

„Geförderter Wohnraum in Nordrhein-Westfalen ist modern, nachhaltig und bezahlbar. Deshalb widmen wir ihm einen eigenen Tag, an dem wir zeigen, was öffentliche Wohnraumförderung alles kann. Zudem wollen wir dazu motivieren, sich noch mehr im öffentlichen Wohnungsbau zu engagieren. 1,1 Milliarden Euro stellt die Landesregierung hierfür jährlich zur Verfügung. Ein starker Beitrag für mehr bezahlbares Wohnen und zukunftsfähige Wohn- und Stadtquartiere in ganz Nordrhein-Westfalen“, sagt Ministerin Ina Scharrenbach.

Der „WohneNRW-Tag“ wurde auf Initiative der Landesregierung im Jahr 2020 ins Leben gerufen. In diesem Jahr stehen neben der gemeinsamen Besichtigung einer Wohnanlage für Menschen mit Behinderung mit Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek MdB, unter anderem ein Spatenstich für ein Bauprojekt in Düsseldorf und die Übergabe einer Förderung in Münster auf dem Programm.

„Vom Mietwohnungsneubau über die barrierefreie und energetische Modernisierung von Wohnraum bis hin zum Studierendenwohnen und der Eigentumsförderung: Die Vielfalt und der Nutzen der Wohnraumförderung stehen am „WohneNRW-Tag“ im Mittelpunkt. Ich danke allen Unternehmen, Kommunen und Partnerninnen und Partnern, die sich am landesweiten Aktionstag beteiligen“, so die Ministerin weiter.

Bei der Besichtigung der Projekte wird die Ministerin von Vertreterinnen und Vertretern der örtlichen Politik und der landeseigenen Förderbank NRW.Bank sowie den Allianzpartnern für mehr Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen begleitet. Dazu gehören: VdW Rheinland Westfalen, Haus & Grund Nordrhein-Westfalen und der BFW Landesverband Nordrhein-Westfalen.

„Die Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften des VdW Rheinland Westfalen sind starke Partner, wenn es darum geht, Wohnen in Nordrhein-Westfalen bezahlbar zu halten. Gemeinsam haben sie im Jahr 2020 43,2 Prozent der Mietwohnraumfördermittel abgerufen und damit 8.011 preisgebundene Wohnungen durch Neubau und Modernisierung geschaffen“, sagt Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen. „Die Projekte, die am „WohneNRW-Tag“ gezeigt werden, stehen stellvertretend für dieses Engagement.“

In den Sozialen Medien wird der Tag in zahlreichen Veröffentlichungen unter dem Hashtag #WohneNRW begleitet.

Weitere Informationen zum „WohneNRW-Tag“ finden Sie zudem auf der Homepage des Ministeriums unter: www.mhkbg.nrw/wohnenrw-tag

 

Folgende Stationen werden bei der Tour im Rahmen des WohneNRW-Tags 2021 von Ministerin Ina Scharrenbach besucht:

 

Donnerstag, 12. August 2021:

Düsseldorf: Spatenstich für den 2. Bauabschnitt des Neubauprojekts „Gerresheimer Landstraße 71-75“ der LEG in Düsseldorf-Unterbach

In Unterbach entsteht mit dem Projekt „Wohnen im Hochfeld“ ein vielseitiges Quartier mit anspruchsvoller Architektur und rund 350 Wohnungen auf acht Baufeldern. Das ca. 10,4 Hektar große Areal wurde bis 2010 als Zentrallager und Logistikstandort eines Handelskonzerns (Rewe-Group) gewerblich genutzt. Die Baumaßnahme umfasst drei viergeschossige Gebäude mit 66 Wohneinheiten. Davon werden 52 Wohneinheiten aus der öffentlichen Wohnraumförderung mit rund 7,7 Millionen Euro unterstützt. Besonderes Plus: Alle Dächer erhalten eine Dachbegrünung.

 

Düsseldorf: Besichtigung des Quartiersvorhabens „Grafental“ der Grafental GmbH & Co. KG und der nesseler bau GmbH als Generalunternehmer

In „Grafental“ im Osten der Stadt Düsseldorf auf dem Gelände des ehemaligen Hohenzollernwerks entsteht seit 2014 zwischen den Stadtteilen Grafenberg und Düsseltal ein neues Wohnquartier mit ca. 1.740 Wohneinheiten für unterschiedliche Zielgruppen. Darunter Mietwohnungen, Eigentumswohnungen und Stadthäuser. Von den 645 Mietwohnungen werden 243 Wohneinheiten mit Mitteln aus der öffentlichen Wohnraumförderung in Höhe von rund 20,3 Millionen Euro und weitere 273 Wohneinheiten preisgedämpft realisiert. Grünflächen, Wege und Spielbereiche verbinden die einzelnen Wohnabschnitte. Für den nächsten Bauabschnitt sind weitere 74 öffentlich geförderte Wohneinheiten geplant. Projektrealisierung der Bauabschnitte „WA 3, 5, 6, 11 und 12“ erfolgte durch nesseler Bau GmbH als Generalunternehmer.

 

Freitag, 13. August 2021:
Unna: Mieteinfamilienhäuser für junge Familien: Besichtigung des Neubaugebiets „Hof Drücke“ in Unna Königsborn der beta Eigenheim GmbH

50 neue Wohneinheiten in Form von Einfamilienhäusern (zweigeschossige Doppelhäuser sowie kleine Hausgruppen) und ergänzendem Geschosswohnungsbau. Die Realisierung des Neubaugebiets erfolgte im Rahmen der vom Rat der Stadt Unna im April 2017 beschlossenen Baulandoffensive zur Schaffung von öffentlich gefördertem Wohnungsbau. Insgesamt zwölf Reihenhäuser und zwei Doppelhaushälften sind mit Mitteln aus der öffentlichen Wohnraumförderung in Höhe von rund 2,9 Millionen Euro als Mieteinfamilienhäuser realisiert worden. Angeboten werden zwei Hausgrößen für Familien mit zwei oder drei Kindern. Bauherr: beta Eigenheim GmbH.

 

Dülmen: Quartiersentwicklung an der Schiene: Besichtigung des Wohnquartieres am Haselbach, Wohnbau Westmünsterland eG

In zentraler Lage in Dülmen unweit des Bahnhofs auf einem ca. 2,4 Hektar großen, ehemals gewerblich genutzten Areal (Mühlengelände Jäckering) hat die WohnBau Westmünsterland im März 2019 damit begonnen, 187 neue Wohnungen zu bauen. Davon werden 111 mit Mitteln aus der öffentlichen Wohnraumförderung in Hohe von rund 13 Millionen Euro unterstützt. In drei Bauabschnitten entstehen im Wohnquartier am Haselbach je vier dreigeschossige Mehrfamilienhäuser mit 41 bis 93 Quadratmetern großen Wohnungen, die sich jeweils um einen grünen Hof gruppieren. Die grünen Innenhöfe sind allen Mieterinnen und Mietern zugänglich und gemeinschaftlich nutzbar. Weitere Bestandteile der Quartiersentwicklung sind barrierefreie Wohnräume sowie ein innovatives Nahmobilitätskonzept.

 

Dülmen: Modernisierung einer Siedlung: Besichtigung des Modernisierungsvorhabens „Wohnen am Windmühlenberg“, Wohnungsbau- und Siedlungsgenossenschaft für den Kreis Coesfeld

Die Wohnanlage am Windmühlenberg befindet sich in Dülmen in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof auf der der Stadt zugewandten Seite. Die Anlage wurde Anfang der 1970er gebaut und umfasst drei- bis viergeschossige, verblendete Gebäude in Massivbauweise mit Kellergeschoss. Die Wohnungsbau- und Siedlungsgenossenschaft für den Kreis Coesfeld eG hat die Häuser nach heutigen energetischen Maßstäben saniert, kommt dem gesteigerten Sicherheitsbedürfnis der Mieter nach und reduziert bauliche Barrieren, gerade im Wohnumfeld. Zusätzlich wurden alle Bäder saniert. Die Modernisierungsmaßnahme wird mit 3,7 Millionen Euro aus der öffentlichen Wohnraumförderung unterstützt.

 

Münster: Übergabe der Förderung für 116 öffentlich geförderte Mietwohnungen für das Bauvorhaben der Wohn + Stadtbau GmbH im „York-Quartier“ an Oberbürgermeister Lewe“ und wohnungspolitischer Live-Talk

Bis 2028 sollen im York-Quartier in Münster auf einer etwa 50 Hektar großen, ehemals militärisch genutzten Fläche rund 1.800 Wohneinheiten sowie Gemeinbedarfs- und Infrastruktureinrichtungen entstehen. Von dem breiten neuen Wohnraumangebot im Stadtteil Gremmendorf sollen unterschiedliche Zielgruppen wie Familien, Singles, Senioren, Wohngemeinschaften und Baugemeinschaften profitieren. Der denkmalwerte Gebäudebestand wird dabei erhalten und durch Neubau ergänzt. Die Wohn + Stadtbau GmbH ist Eigentümerin einer Teilfläche des Quartiers, auf dem sie 477 öffentlich geförderte und 220 frei finanzierte Mietwohnungen sowie 80 Eigentumswohnungen und zwei Kindertagesstätten errichtet. Die weiteren Wohnbauflächen werden von der Stadt Münster im Bieterverfahren mit der Münsteraner Quote von 30 Prozent öffentlich gefördertem Wohnungsbau weiter veräußert. Im Rahmen der Besichtigung des Großprojekts übergibt Ministerin Ina Scharrenbach einen Bescheid über 19,7 Millionen Euro aus Mitteln der öffentlichen Wohnraumförderung für das Projekt der Wohn + Stadtbau GmbH an Oberbürgermeister Markus Lewe.

 

Münster: Wohnen und studieren: Besichtigung des Studierendenwohnheimes „Busso-Peus-Straße 18-20“, Studierendenwerk Münster AöR

Die 124 Wohnplätze in 86 Wohnungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Wohnraumsituation für Studierende. Die Wohnplätze werden mit Mitteln aus der öffentlichen Wohnraumförderung in Höhe von 7,3 Millionen Euro unterstützt. Dabei sind sie besonders wärmeeffizient: Die zentrale Lüftungsanlage mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung saugt permanent die Abluft aus den Bädern ab. Die darin enthaltene Wärme wird zu 90 Prozent zurückgewonnen und der frischen Zuluft zugeführt, die anschließend in die Wohnräume gelangt.

 

Greven: Eigentum für junge Familien ermöglichen: Besuch des Baugebietes „In der Wöste“

Das größte Baugebiet Grevens – die „Wöste“ – befindet sich im Südosten der Kernstadt. Hier sind über das Quartier verteilt in vier Bauabschnitten innerhalb der letzten 10 Jahre auch 34 öffentlich geförderte Eigenheime entstanden. Auch eine Klimaschutzsiedlung mit 22 Passivhäusern ist Bestandteil des Neubaugebiets. Weiterhin wird das Gebiet durch die renaturierte Rönne, als aktiver Beitrag zum Hochwasserschutz, und den Wöstenpark als Ort der Begegnung für alle Generationen geprägt.

 

Greven: Wohnen für Menschen mit Behinderung: Besichtigung des Wohnprojekts „Villa Nowa“ (Nordwalder Straße 10), BHG Nordwalder Straße GbR (Bauherrengemeinschaft unter Beteiligung einer Elterninitiative) - bei dem Besuch wird Ministerin Ina Scharrenbach von Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, begleitet

Im Haus an der Nordwalder Straße 10 ist in zentraler, integrierter Lage ein Wohnprojekt für 12 junge Erwachsene mit geistiger Behinderung und teilweise (Schwerst-) Mehrfachbehinderungen entstanden. Die Initiative wird mit 1,4 Millionen Euro aus Mitteln der öffentlichen Wohnraumförderung unterstützt. Das Besondere an diesem Projekt ist das langjährige intensive Engagement mehrerer Familien, deren Kinder teilweise mit einer geistigen Behinderung leben. Unterstützt werden die zukünftigen Mieterinnen und Mieter mit Hilfebedarf durch das „Ambulant Unterstützte Wohnen“ der Lebenshilfe im Kreis Steinfurt e.V. Die Stadt Greven hat den Investoren zur Umsetzung des Projektes aufgrund des angespannten Grundstücksmarktes ein städtisches Grundstück veräußert.

Die Unterstützer des WohneNRW-Tages sind unter anderem:

  • BFW Landesverband Nordrhein-Westfalen
  • Haus & Grund Rheinland Westfalen
  • Haus & Grund Nordrhein-Westfalen
  • VdW Rheinland Westfalen
  • Architektenkammer Nordrhein-Westfalen
  • Bauverbände.NRW
  • Bauindustrie Nordrhein-Westfalen
  • Städtetag Nordrhein-Westfalen
  • Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen
  • Landkreistag Nordrhein-Westfalen
  • NRW.BANK